Wieder Personalprobleme: Weiterer Mobilfunker verlässt KPN

Wieder Personalprobleme
Weiterer Mobilfunker verlässt KPN

Der niederländische Telekommunikationskonzern KPN hat ein weiteres Personalproblem im Mobilfunk: Zum 1. Juli scheidet der aktuelle Mobilfunkvorstand Guy Demuynck aus, der die Sparte seit 2003 leitet. Zum Jahresende hat bereits der Chef der deutschen Mobilfunktochter E-Plus, Uwe Bergheim, das Unternehmen verlassen.

DÜSSELDORF. Die Personalie Demuynck begründete KPN am Freitag offiziell damit, dass das Vorstandsmitglied zu einem anderen Unternehmen wechsle, das er im Laufe des Monats nennen werde.

Die beiden Abgänge haben offenbar dieselbe Ursache: Die Ernennung des Südafrikaners Stan Miller zum Verantwortlichen für das internationale Mobilfunkgeschäft von KPN. Seit dem vergangenen Frühjahr leitet Miller nicht mehr nur den Mobilfunk in Belgien, sondern auch in Deutschland und damit in den beiden Auslandsmärkten von KPN.

Wie aus der Branche zu hören ist, kam die Beförderung Millers einer teilweisen Entmachtung Demuyncks gleich. Experten haben deshalb schon länger damit gerechnet, dass Demuynck gehen werde.

Mit der Mobilfunkmarke Base hat Miller in Belgien gezeigt, wie man in einem umkämpften Markt erfolgreich sein kann. Anders als Demuynck genieße der Südafrikaner deshalb das Vertrauen des Vorstandschefs Ad Scheepbouwer, ist zu hören.

Ob Miller den Posten Demuyncks als Vorstandsmitglied übernimmt, ließ KPN auf Anfrage am Freitag offen. Das Unternehmen stellte nur klar, dass man für solche Posten stets interne und externe Bewerber in die engere Auswahl nähme.

Für den niederländischen Mobilfunk ist zwischenzeitlich Marco Visser als Chief Operating Officer (COO) verantwortlich. Bisher arbeitete Visser als Director Commercial Operations von KPN Mobile.

Sandra Louven
Sandra Louven
Handelsblatt / Korrespondentin in Madrid
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