Wikileaks: Informanten droht die Todesstrafe

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Informanten droht die Todesstrafe

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WashingtonDie Weitergabe von Informationen an Wikileaks könnte in den USA lebensgefährlich werden.

Der mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning ist nach US-Medienberichten in 22 weiteren Punkten angeklagt worden. Am schwersten davon wiege der Vorwurf der „Kollaboration mit dem Feind“, berichtete der US-Fernsehsender NBC am Mittwoch unter Berufung auf Militärquellen.

Im Falle einer Verurteilung droht ihm dabei die Todesstrafe. Die Militärstaatsanwaltschaft habe aber bereits klar gemacht, dass sie die Höchststrafe nicht fordern wolle.

Das US-Verteidigungsministerium hält den 23-Jährigen für einen Verräter. Der Geheimdienst-Analyst hatte während seiner Dienstzeit im Irak Zugang zu Hunderttausenden vertraulichen Dokumenten.

Offiziell erhoben die Militärs bislang lediglich Anklage wegen eines Videos, mit dem Wikileaks weltweit Aufsehen erregt hatte, weil es einen brutalen, tödlichen Hubschrauberangriff auf Zivilisten zeigte. Zudem wird Manning laut NBC angelastet, sich 150 000 geheime Depeschen des US-Außenministeriums beschafft zu haben. Viele davon wurden mittlerweile auch veröffentlicht.

Den Militärangaben zufolge enthielten einige der von Wikileaks veröffentlichten Dokumente Namen von Informanten, die mit dem US-Militär zusammenarbeiteten und deren Leben nun in Gefahr sei. Einige der Mitarbeiter seien auf Militärbasen gebracht worden, um sie zu schützen. „Aber wir haben nicht alle gefunden“, sagte ein Angehöriger der Streitkräfte dem Sender.

Den neuen Vorwürfen gingen laut NBC siebenmonatige Ermittlungen voraus. Dem Bericht zufolge fanden die Militärermittler aber keine direkte Verbindung zwischen Manning und Wikileaks-Gründer Julian Assange. Manning sitzt im Militärgefängnis in Quantico (Virginia) ein.

dpa

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