Sie bieten in den USA nur Mobilfunk an. Der Trend geht aber zu Kombi-Produkten aus Mobilfunk und Festnetz. Brauchen Sie in Amerika einen Festnetzpartner?
Über integrierte Kombi-Angebote wird seit vielen Jahren gesprochen. Ob sie sich durchsetzen werden, bleibt abzuwarten. Wir konzentrieren uns in den USA auf den Mobilfunk und greifen damit nicht nur unsere direkten Wettbewerber an, sondern auch die Festnetzanbieter. Das gelingt auch sehr gut: Die amerikanischen Vertragskunden telefonieren mit 17 Stunden im Monat jetzt schon fast sechs Mal so lange mit dem Handy wie die Europäer.
Anders als der US-Mobilfunkmarkt ist der deutsche längst gesättigt. Die Preise sind 2006 um 13 Prozent gesunken. Nähern wir uns dem Ende dieser Talfahrt?Nein, das glaube ich nicht. Die Preise werden in den kommenden Jahren weiter fallen, möglicherweise noch stärker als die 13 Prozent. Aber da-durch nimmt auch die Nutzung von Mobilfunk zu. Ich bin zuversichtlich, dass wir zumindest auf lange Sicht den Preisverfall durch mehr mobile Gespräche und vor allem durch die steigende Nutzung von Daten-Anwendungen kompensieren können.
Sie haben vor Kurzem zusätzliche Verantwortung erhalten und leiten jetzt einen Großteil des Vertriebs für den gesamten Konzern.
Das ist eine wichtige zusätzliche Aufgabe: Die Stärkung des Privatkundenvertriebs für T-Mobile und T-Com in Deutschland spielt eine entscheidende Rolle für den Gesamtkonzern.
Der hat im ersten Halbjahr über eine Million Kunden im Festnetz verloren. Was wollen Sie tun, um die Kunden zu halten?
Die Kollegen der T-Com haben mit ihren neuen Kombi-Angeboten für Internet- und Telefonanschluss schon wichtige Verbesserungen bei den Produkten erreicht. Meine Aufgabe ist es jetzt vor allem, den Fachhandel nicht nur für T-Mobile, sondern auch noch stärker für T-Com-Produkte zu begeistern. Darüber hinaus müssen wir die Wartezeiten in den T-Punkten verkürzen. Zudem brauchen wir neue IT-Systeme, um auf einen Blick zu sehen, welche unserer Produkte der Kunde nutzt. Bisher müssen unsere Shop-Mitarbeiter auf mehrere Datenbanken zugreifen, um zu erkennen, welche Festnetz- und Mobilfunkprodukte unsere Kunden von uns haben.

