Wirecard im Aufwind: Deutsche Zahlungsfirma will Gewinn um ein Drittel steigern

Wirecard im Aufwind
Deutsche Zahlungsfirma will Gewinn um ein Drittel steigern

Vodafone, Lidl, Sportscheck: Die Kundenliste des bayerischen Zahlungsabwicklers Wirecard ist lang. Das Unternehmen profitiert von einem Trend: Immer mehr Kunden zahlen online. Abwickler jubeln über sprudelnde Gewinne.

MünchenDer Trend zum Online-Einkauf hat dem Zahlungsabwickler Wirecard im vergangenen Jahr sprudelnde Gewinne beschert. „Das vierte Quartal ist sehr gut gelaufen“, sagte Vorstandschef Markus Braun am Dienstag zu Reuters auf der Digitalbranchen-Konferenz DLD in München. Für das Gesamtjahr hatte Braun einen Anstieg des Betriebsgewinns (Ebitda) um bis zu 34 Prozent auf 223 bis 232 Millionen Euro in Aussicht gestellt. „Wir stehen voll zu dieser Einschätzung“, sagte der Konzernchef nun. Vorläufige Zahlen teilt Wirecard Ende Januar mit.

Im laufenden Jahr könne der Gewinn noch etwas stärker steigen als bisher in Aussicht gestellt, deutete Braun an. Als Ziel hatte er für 2016 einen Betriebsgewinn von 280 bis 300 Millionen Euro ausgegeben. „Das ist eine konservative Prognose. Da steckt ein operatives Wachstum von 22 bis 23 Prozent drin.“ Das im TecDax gelistete Unternehmen aus Ascheim bei München wickelt für Händler, Verkehrsanbieter und Telekom-Firmen weltweit bei Online-Käufen die Zahlungen ab.

In die Hände spielt Wirecard, dass immer mehr Händler und Dienstleister den Verbrauchern Bezahlmöglichkeiten nicht nur auf Internetseiten, sondern auch mit dem Smartphone anbieten. „Das Thema kommt zunehmend in den Köpfen der traditionellen Industrien an“, sagte Braun. Neben Technologieriesen wie den Mobilfunkanbieter Vodafone oder den chinesischen Onlinekonzern Alibaba bedient Wirecard auch traditionelle Einzelhändler wie Lidl oder Sportscheck. Am Dienstag gab Wirecard einen Auftrag der Österreichischen Bundesbahnen bekannt.

In den kommenden Jahren rechnet Braun international mit beschleunigtem Marktwachstum: „Was in den nächsten fünf bis bis zehn Jahren passiert, wird das Wachstum der letzten fünf bis zehn Jahre in den Schatten stellen.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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