Wirtschaft gibt mehr Geld für Werbung und klassische Medien aus
Unternehmen werben stärker für Produkte

Der deutsche Werbemarkt setzt seine seit April anhaltende Wachstumsperiode fort. In den ersten neun Monaten des Jahres gab die Wirtschaft insgesamt 5,7 Prozent mehr Geld für Werbung in den klassischen Medien (Fernsehen, Zeitungen, Zeitschriften, Hörfunk, Plakat) aus. Das zeigt die aktuelle Statistik des Hamburger Medienforschungsunternehmens Nielsen Media Research. Das Marktvolumen erhöhte sich damit auf insgesamt 12,7 Mrd. Euro brutto.

tel FRANKFURT/M. „Die Entwicklung des Werbemarktes ist oberflächlich betrachtet konstant. Tatsächlich finden aber tief greifende Veränderungen statt“, sagt Ludger Vornhusen, Geschäftsführer von Nielsen Media Research. Das Wachstum wird maßgeblich von den Discountern und neuerdings auch Internetauktionshäusern geprägt. Mehr als die Hälfte des Wachstums von 680 Mill Euro komme aus diesem Bereich, ermittelte Nielsen. Die klassischen Markenartikler hielten dagegen ihre Werbeausgaben im Durchschnitt auf dem Niveau des Vorjahres, heißt es.

Insgesamt stellt Vornhusen einen Trend weg von der Imagewerbung fest. „Die fortgesetzte Aldisierung in vielen Wirtschaftsbereichen zwingt die Werbungtreibenden dazu, den konkreten Mehrwert ihrer Produkte zu beweisen und zu kommunizieren“, sagt Vornhusen. Dieser Trend sei insbesondere bei der Werbung der Branchen Auto, Telekommunikation und Finanzen zu beobachten.

Betrachtet nach Mediengattungen konnten vor allem die Tageszeitungen mit einem Plus von 11,7 Prozent ihre Position im Werbemarkt ausbauen. Größtes Werbemedium bleibt das Fernsehen mit einem Marktanteil von 41, % Prozent und einem Wachstum von 3,2 Prozent. Die Nielsen-Statistik wird auf Basis der Listenpreise der Medien ermittelt. Tatsächlich gewährte Rabatte fließen nicht ein.

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