WM belastet Werbemarkt
Außenwerber Ströer strebt an die Börse

Der größte deutsche Außenwerbekonzern Ströer wird erst in zwei Jahren an die Börse gehen. „Wir bereiten uns auf einen IPO vor“, sagt Vorstandschef Udo Müller gestern in Köln. Wie viele Anteile Ströer am Markt platzieren möchte, ließ er aber offen.

KÖLN. Müller sagte nur: „Der Free Float wird deutlich unter 50 Prozent liegen.“ Nach Informationen des Handelsblatts soll rund ein Drittel der Anteile künftig an die Börsen frei gehandelt werden.

Ursprünglich wollte die Ströer AG bereits 2007 den Börsengang wagen. Doch die Akquisition der Deutschen Eisenbahn-Reklame (DERG) im vergangenen Jahr ist noch nicht abgeschlossen. Ströer hatte die Außenwerbetochter der Deutschen Bahn für 140 Mill. Euro übernommen. Zuvor hatte das Unternehmen im Januar 2004 bereits die Deutsche Städte Medien (DSM) für 270 Mill. Euro gekauft. Beide Transaktionen wurden vom amerikanischen Finanzinvestor Cerberus finanziert.

Doch auch die Marktentwicklung macht Ströer einen Strich durch die Rechnung. „Der Markt hat sich defensiver entwickelt als wir angenommen hatten“, bekannte Müller. Vor allem die Hoffnungen mit der Fußball-Weltmeisterschaft haben sich für die Kölner nicht erfüllt. „In den WM-Städten sind wir ausgebucht. Doch das sind eben nur eine Hand voll Städte“, berichtet Müller. „Die Nicht-WM-Kampagnen sind im Juni aus dem Markt verschwunden.“

Ströer bekommt wie zu spüren, dass viele Unternehmen ihre Kampagnen verschoben haben. Sie befürchten mit ihren Botschaften angesichts der Fußball-Euphorie unterzugehen, bestätigen Brancheninsider. Nach Unternehmensangaben nimmt Ströer durch seine Fußball-Pakete zusätzlich 30 Mill. Euro während der WM ein. Doch diese Erlöse können die Verluste bei der klassischen Außenwerbung im Juni offenbar nicht ausgleichen.

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