Xing-Jahresbericht
Web-Netzwerk verdreifacht Umsatz

Das Online-Netzwerk Xing hat mit seinem ersten Jahresbericht seit dem Börsengang Ende 2006 die selbstgesteckten Voraussagen erfüllt. Der Umsatz des Hamburger Unternehmens stieg von 6,1 auf 19,6 Mill. Euro. Die Börse reagierte allerdings weniger erfreut auf das Ergebnis.

DÜSSELDORF. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wandelte sich von einem Minus von 685 000 Euro in ein Plus von 6,9 Mill. Euro. "In einer der wachstumsstärksten Industrien weltweit haben wir uns hervorragend positioniert und die europäische Marktführerschaft im Bereich Business Networking weiter ausgebaut", sagt Xing-Gründer und Vorstandschef Lars Hinrichs.

Die Börse reagierte weniger erfreut: Der Xing-Kurs fiel zunächst um ein Prozent auf rund 37 Euro. Noch zu Beginn dieser Woche notierte die Aktie aber bei über 40 Euro. Von fünf Analysten, die sich mit Xing beschäftigen empfehlen vier, die Aktie zu halten, einer hält sie für einen Kauf.

Derzeit zählt das Netzwerk von Xing knapp über fünf Millionen Mitglieder, rund 400 000 von ihnen zahlen eine monatliche Mitgliedsgebühr. Wachsen soll diese Zahl in diesem Jahr vor allem durch das Auslandsgeschäft. Noch im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Xing das spanische Netzwerk E-Conozco übernommen, kurz darauf das türkische Unternehmen Cember.net. "Der türkische Markt für Social Networks ist hoch interessant, er ist einer unserer aktivsten europäischen Märkte", sagt Net Jacobsson, Direktor für internationale Entwicklung beim Xing-Konkurrenten Facebook.

Weitere Umsatzsteigerungen erwartet Xing außerdem durch Werbung sowie Stellenanzeigen. Die ersten Versuche mit Werbeschaltungen sorgten jedoch für Ärger unter den zahlenden Mitgliedern. Bisher bewegen sich die Einnahmen aus diesen Bereich im überschaubaren Rahmen: Job-Anzeigen brachten im abgelaufenen Geschäftsjahr 400 000 Euro, die Online-Werbung brachte 750 000 Euro - den Großteil durch eine einmalige Einnahme. Trotzdem geben sich die Analysten positiv: Für 2008 prophezeien sie eine Gewinnsteigerung von rund einem Drittel.

Thomas Knüwer
Thomas Knüwer
Handelsblatt / Reporter
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