Yahoo
Abspaltung macht Alibaba-Milliarden steuerfrei

Mit dem Investment in Alibaba hat Yahoo nach dessen Börsengang Milliarden gemacht. Doch seither steht Yahoo unter Druck, Aktionäre am Gewinn zu beteiligen. Nun präsentiert der Konzern eine steuerfreie Lösung.
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SunnyvaleYahoo gliedert seinen restlichen milliardenschweren Anteil an dem chinesischen Online-Händler Alibaba aus. Die 15-prozentige Beteiligung solle auf eine neue, unabhängige Investmentgesellschaft übertragen werden, teilte der Internet-Pionier am Dienstag nach Börsenschluss mit. Der Alibaba-Anteil wird derzeit mit rund 40 Milliarden Dollar bewertet.

Das neue Unternehmen solle eine separate Börsennotierung erhalten. Die Firma mit Namen SpinCo werde Yahoos 384 Millionen Alibaba-Aktien übernehmen, teilte der Suchmaschinenbetreiber weiter mit.

Yahoo verwandelt mit dem Schritt seine Alibaba-Beteiligung steuerfrei in Gewinne für seine Aktionäre. Mit dem Abschluss der Transaktion rechnet Yahoo für das vierte Quartal. Die Yahoo-Aktien legten nachbörslich rund sieben Prozent zu.

„Wir haben unermüdlich an einer Lösung für eine steuer-effiziente Alternative gearbeitet, die den Wert unserer Alibaba-Investition für unsere Aktionäre maximiert“, sagte Yahoo-Chefin Marissa Mayer. Am Markt kamen die Neuigkeiten sehr gut an - die Yahoo-Aktie stieg nachbörslich um fast acht Prozent.

Alibaba hatte im September den größten Börsengang aller Zeiten in den USA gestemmt, Yahoo zählte als einer der frühen Investoren zu den großen Profiteuren. Seitdem stand der Konzern jedoch unter Druck, Aktionäre am Ertrag zu beteiligen. Vor allem der New Yorker Hedgefonds Starboard Value hatte Yahoo-Chefin Mayer unter Druck gesetzt, eine steuersparende Lösung zu finden.

Quartalszahlen treffen in etwa die Erwartungen

Der Schritt überlagerte die Bekanntgabe der Ergebnisse. Im vierten Quartal verdiente Yahoo deutlich weniger. Das Nettoergebnis brach auf 166 Millionen Dollar von 348 Millionen Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum ein. Der Umsatz sank leicht auf 1,18 Milliarden Dollar (1,04 Mrd Euro). Mit den Zahlen traf Yahoo in etwa die Markterwartungen.

Das von der früheren Google -Managerin Mayer geführte Unternehmen war zuletzt im Vergleich zu ihrem Ex-Arbeitgeber oder Facebook immer mehr ins Hintertreffen geraten.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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