Yahoo
Spekulation um Stellenabbau

Der Webkonzern Yahoo soll nach Informationen des Onlinedienstes „Techcrunch“ 20 Prozent seines Personals abbauen. Das wären 2  800 Mitarbeiter. Yahoo dementierte die Meldung am Freitag. Grundsätzlich aber wurden Entlassungen nicht ausgeschlossen. Die Gerüchte treffen den Internetkonzern zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.
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DÜSSELDORF. Die Geschichte sei „irreführend“ und „nicht korrekt“, hieß von Seiten Yahoos. Es werde „immer nach Möglichkeiten gesucht, die Kosten mit den Ergebniszielen in Einklang zu bringen“. Zudem berichtete am Wochenende der US-Dienst Business Insider, Yahoo werde mit dem Medienkonzern News Corp. fusionieren.

Die neuen Gerüchte treffen Yahoo zur Unzeit. Das Unternehmen musste zuletzt zahlreiche Abgänge in der zweiten und dritten Management-Ebene verkraften. Das Wachstum ist schwach, die Umsätze legten im vergangenen Quartal nur noch um zwei Prozent zu. Konkurrent Google wies gleichzeitig über 30 Prozent aus. Die Ergebnissteigerungen erzielte der Konzern großteils durch Gewinne aus dem Verkauf der Jobbörse HotJobs.

Um eine angebliche Übernahme von Yahoo durch Finanzinvestoren im Pakt mit AOL zu verhindern, müsste Yahoo-Firmenchefin Carol Bartz Gewinn und Aktienkurs schnell steigern. Ein entsprechendes Angebot wird seit Wochen erwartet. Berater sollen bereits Strategien gegen eine feindliche Übernahme durch das viel kleinere AOL ausarbeiten. AOL ist die Muttergesellschaft des Blogs „Techcrunch“, der derzeit die Nachricht von den Massenentlassungen bei Yahoo verbreitet.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent

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