Yahoo und Marissa Mayer: Chefin ohne Courage

Yahoo und Marissa Mayer
Chefin ohne Courage

Yahoo legt seine Ergebnisse vor, den traditionellen Investorencall hat der Internetkonzern aber abgesagt. Vorstandschefin Marissa Mayer drückt sich vor ihren Kritikern – und vor allem vor unangenehmen Fragen.
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San FranciscoEine unrühmliche Amtszeit erreicht ihr unrühmliches Finale. Kurz vor Ende von Yahoos Unabhängigkeit brachte das Establishment um Marissa Mayer keinen Mut auf, sich den Fragen der Öffentlichkeit zu stellen. Fragen nach dem größten Datenleck der Technologie-Geschichte beispielsweise, bei dem Accounts von 500 Millionen Yahoo-Nutzern ausgespäht wurden, inklusive verschlüsselter Passwörter.

Fragen nach der Spionagetätigkeit für den US-Nachrichtendienst NSA, für den der Internetpionier eigene Schnüffelsoftware angefertigt und Millionen Nutzer bespitzelt hatte. Fragen nach dem fragilen und möglicherweise neu zu verhandelnden Deal mit Telekommunikationskonzern Verizon. Fragen auch nach Mayers eigener Zukunft.

Doch in diesem so entscheidenden Moment für ihre Firma blieb die Yahoo-Chefin stumm. Das stets an die Quartalsergebnisse anschließende Gespräch mit Investoren hatte sie mit Verweis auf die Übernahmeverhandlungen abgesagt. Die 41-Jährige ließ nur schriftlich mitteilen, das Unternehmen fühle eine „große Verantwortung“, seine Nutzer zu schützen und auch die Sicherheit ihrer Informationen.

Die gescheiterte Geschäftsführerin muss den Schein wahren. Schließlich will sie Yahoos Kerngeschäft immer noch für 4,8 Milliarden Dollar verkaufen. Nach Bekanntwerden der jüngsten Skandale hatte Verizon bereits angedeutet, den Deal neu verhandeln und weniger zahlen zu wollen als zunächst veranschlagt. Dem hatte Mayer eine Absage erteilt.

Sie nutzte auch an diesem Tag die Gelegenheit, ihre Haltung zu unterstreichen. „Wir bereiten uns weiter auf eine Integration mit Verizon vor“, ließ Mayer erklären. „Wir bleiben zuversichtlich und vertrauen nicht nur in den Wert unseres Geschäfts, sondern auch in den Wert, den Yahoos Produkte in das Leben unserer Nutzer bringen.“

Kommentare zu " Yahoo und Marissa Mayer: Chefin ohne Courage"

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  •  Es darf nicht sein das Frauen trotz schlechterer Leistung bevorzugt eingestellt und auf Posten kommen wo die nicht hingehören. Wo ist der Vorteil für die Gesellschaft?
    Wenn ich höre das die Grünen das durchsetzen wollen frage ich mich welches Unternehmen das akzeptieren würde und was das Bundesverfassungsgericht dazu sagt so etwas nennt man

    D I S K R I M I N I E R U N G

    Comprende?! Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Herr Gess und Mutter Bollmohr
    Sie sind doch gar nicht in der Lage als Vertreter rot grünen Gleichheitswahnsinns zu refleketieren das ewige Gleichmacherei nicht bedeuten kann Frauen bevorzugt einzustellen und Quoten einzurichten und dergleichen Unsinn. So etwas ist DISKRIMINIERUNG und wird auch vor keinem Bundesverfassungsgericht bestand haben!
    Es sollte mal wieder nach Leistung gehen und nichts anderes. Frauen sind nicht per se die besseren Führungskräfte. Stehen der Geldgier und Machtgier den anderen in nichts nach siehe Frau Schaeffler , Merkel, Roth, van der Layen Nahles und Co.
    Leider kann ich denen keine sagenhaften Erfolge durch weibliche Fähigkeiten zuschreiben sondern eher durch kopiertes männliches Verhalten auf ihren Erfolg schliessen.
    Das Frauen ohne bessere Leistungen zu erzielen nun in allen Bereichen der Gesellschaft bevorzugt werden sollen kann doch nur von irrwitzigen rot grünen Fantasten herkommen die wie üblich noch nie in einem Unternehmen gearbeitet haben , deren weitere Ideen die Abschaffúng der Bundeswehr und der alleinige Ausstieg aus der Atomenergie in Europa ohne Alternativen zu haben, wobei am Ende Atomstrom aus neuen Meilern aus Frankreich und Tschechien eingekauft wird. Das Frau Merkel ohne Grund nach Fukushima tagelang deutsche Atommeiler ausschalten liess hat den Steuerzahler übrigens 60 Mio Euro per Bundesgerichtsbeschluss gekostet. Ja meine Damen und Herren so sieht Frauenpolitik in diesem unserem Lande aus ( mit Gerichtsurteilen). Damit muss sofort Schluss sein! Oder Karsruhe wird das entscheiden wie schon so oft das versagen der Politik(innen) dort revidiert wurde. Herr Sarrazin bitte helfen!

  • Sie ist jung und hübsch und hat Geld.

    Der Rest wird ihr egal sein, insbesondere was die Journalisten hier schreiben. Und die Kommentare sowieso.

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