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17.07.2008 
Microsoft-Übernahmepläne

Yahoo warnt Aktionäre vor Bündnis mit Icahn

Der Internetkonzern Yahoo hat die eignen Aktionäre zwei Wochen vor der Hauptversammlung des Unternehmens vor den Plänen des Großinvestors Carl Icahn gewarnt. Die Agenda des Milliardärs, der Microsoft in der Übernahmeschlacht um Yahoo unterstützt, stelle ein „ernsthaftes Risiko“ für die Investitionen der Anleger dar.

US-Milliardär Carl Icahn will Microsoft in der Übernahmeschlacht um Yahoo unterstützen. Foto: apLupe

US-Milliardär Carl Icahn will Microsoft in der Übernahmeschlacht um Yahoo unterstützen. Foto: ap

HB NEW YORK. Die Warnung veröffentlichte Yahoo in Form eines offenen Briefs, den das Unternehmen am Donnerstag auf seine Internetseite stellte. Das Bündnis von Icahn und Microsoft mache weiterhin irreführende Angaben zu seinen Plänen für Yahoo. Der Verwaltungsrat sei jedoch fest davon überzeugt, dass die gemeinsamen Pläne Icahns und Microsofts nicht im Interesse der Anleger seien. Zwar stelle die jüngste Offerte für den Kauf des Suchmaschinengeschäfts „eine gewisse Verbesserung“ dar. Es sei jedoch immer noch kein gutes Angebot.

Offener Brief von Yahoo an die eigenen Aktionäre

Yahoo bekräftigte jedoch erneut seine Bereitschaft, den gesamten Internetkonzern für mindestens 33 Dollar je Aktie an Microsoft zu verkaufen. Zugleich hieß es in dem Brief, Yahoo bereite sich darauf vor, eine jüngst mit Google getroffene Vereinbarung umsetzen, die den Kapitalzufluss stärken werde.

Icahn besitzt rund fünf Prozent der Yahoo-Aktien und hat sich mit Microsoft zusammengetan, um doch noch einen Verkauf des Internetkonzerns an den Softwareriesen zu erreichen. Icahn will dafür auf der Hauptversammlung am 1. August eigene Kandidaten in das Direktorium bringen und so Yahoo-Chef und Firmengründer Jerry Yang stürzen. Microsoft bemüht sich bereits seit längerem um Yahoo. Mittlerweile verhandelt auch der Medienkonzern Time Warner mit Yahoo und Microsoft über einen Verkauf oder eine Fusion seiner Internetsparte AOL.

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