Yahoo's Deal mit Spotify
David mit Goliath

Es könnte eine der wichtigsten Partnerschaften für Yahoo werden: Der schwächelnde Internetpionier kooperiert ab sofort mit dem Online-Musikdienst Spotify. Für beide könnte sich der Deal schnell auszahlen.
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San FranciscoDer schwächelnde Internetpionier Yahoo hat eine Partnerschaft mit dem aufstrebenden Online-Musikdienst Spotify vereinbart. Spotify solle in das Yahoo-Netzwerk integriert werden, im Gegenzug werde Yahoo Unterhaltungsangebote für Spotify-Nutzer liefern, teilten die beiden Unternehmen mit. Spotify soll zunächst in das Angebot Yahoo Musik eingebunden werden. Später soll der Dienst auch Teil des Angebots Yahoo Kino und der Promi-Nachrichtenseite OMG von werden.

Spotify stammt aus Schweden und ist seit einiger Zeit auch in Deutschland verfügbar. Der Dienst bietet quasi unbegrenzten Zugriff auf Musik - eine Internetverbindung vorausgesetzt. Die Basisversion ist kostenlos und werbefinanziert, für fünf Euro gibt es unbegrenzten Zugriff vom Computer aus, für zehn Euro auch vom Smartphone. Die Spotify-Nutzer können so legal auf eine Vielzahl Musiktitel zugreifen, ohne jeden Titel einzeln kaufen zu müssen.

Spotify hat bislang weltweit mehr als zehn Millionen Nutzer. Yahoo erreicht monatlich rund 700 Millionen Menschen - das ist knapp die Hälfte der Internetnutzer. "Als Yahoos weltweiter Musikpartner können wir eine gewaltige Hörerschaft erreichen", erklärte Spotify-Gründer Daniel Ek.

Yahoo-Interimchef Ross Levinsohn lobte, Spotify "revolutioniert das Musik-Business". Yahoo, das als Suchmaschine und Internetportal in den Frühzeiten des weltweiten Netzes sehr erfolgreich war, tut sich momentan schwer, mit dem Internetriesen Google und neuen Spielern wie dem sozialen Netzwerk Facebook mitzuhalten. Es versucht derzeit, sich zu einer Onlineplattform für digitale Inhalte umzubauen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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