Youtube und Gema einigen sich
Es darf Musik gesehen werden

Es schien ein Streit für die Ewigkeit – nun ist er beigelegt: Nach jahrelanger Fehde haben der Rechtverwerter Gema und das Videoportal Youtube einen Vertrag für Deutschland geschlossen. Künftig darf Musik gesehen werden.

BerlinYoutube hat eine Vereinbarung mit dem Rechteverwerter Gema geschlossen. Das gab die Google-Tochterfirma am Diemstag bekannt. Damit sind Tausende Musikvideos, die bei YouTube in Deutschland wegen des Streits zwischen der Videoplattform und der Gema gesperrt waren, nunmehr frei verfügbar.

Nutzer könnten so „mehr ihrer Lieblingssongs auf Youtube genießen“, hieß es von Seiten des Videoportals. Musikverleger, Songwriter und Komponisten, die von der Gema vertreten würden, profitierten davon, dass ihre Musikinhalte künftig auch auf Youtube in Deutschland verfügbar seien.

Christophe Muller, Head of International Music Partnerships bei Youtube, sagte: „Wir freuen uns sehr, eine Vereinbarung mit der Gema gefunden zu haben.“ Youtube und die Gema hätten sich entschieden, sich zu einigen, anstatt darauf zu warten, ihre rechtlichen Differenzen vor Gericht zu klären. Die finanziellen Bedingungen der Einigung wurden zunächst nicht bekannt. Die Seiten verwiesen auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Die Vereinbarung gilt für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Ab sofort entfallen die sogenannten Sperrtafeln. Youtube werde diese nicht mehr vor Musikvideos schalten, erklärte die Gema. Das betreffe alle Videos der rund 70.000 Gema-Mitglieder sowie der Künstler, die die Gema im Ausland vertrete. Dank des Vertrags würden diese Künstler nun auch für das Abspielen der Videos auf YouTube bezahlt. Der Lizenzvertrag gilt auch für „den vertragslosen Zeitraum seit 2009“.

Die Vereinbarung deckt neben dem werbefinanzierten Dienst auch den neuen Subscription Service ab, den Youtube bereits in den USA anbietet und der auch in Europa starten soll. Wie viel das zu Google gehörende YouTube dafür bezahlt, wurde zunächst nicht bekannt.

„Die Urheber müssen für die Nutzung ihrer Musikwerke angemessen vergütet werden. Dafür wird sich die Gema auch weiterhin aktiv einsetzen“, sagte Thomas Theune, Direktor Sendung und Online bei der Gema. Weiterhin bestünden unterschiedliche Rechtsauffassungen zwischen Youtube und Gema darüber, ob Youtube oder die Uploader für die Lizenzierung der genutzten Musikwerke verantwortlich seien.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%