Zahl der Digital-Kunden kräftig gestiegen
Teures Marketing drückt Kabel Deutschlands Gewinn

Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen leichten Rückgang des operativen Gewinns verzeichnet.

HB MÜNCHEN. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen sank 2004/05 (31. März) von 405 auf 400 Millionen Euro, teilte die Kabel Deutschland GmbH am Montag in München mit. Kabel Deutschland begründete dies mit einem gestiegenen Marketingaufwand für die neuen digitalen Programmangebote. Die Ebitda-Marge sei demzufolge auf 37,2% von 38,5% gesunken. Der Gesamtumsatz wuchs um gut zwei Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro.

Die Zahl der Digital-Kunden stieg bis Ende Mai auf 250 000. Das entspreche einer Verdreifachung gegenüber dem Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen am Montag mit. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 2004/05 (31. März) habe die Zahl der Kunden für digitale Abo-Pakete bei 224 000 gelegen. Die Gesamtzahl der Kabel-Kunden sei zum Ende des Geschäftsjahres leicht auf 9,64 Millionen gestiegen, teilte Kabel Deutschland weiter mit, ohne Vergleichszahlen zu nennen. Für den schnellen Internetzugang per Kabel zählte das Unternehmen per Ende März 12 100 (Vorjahr 4 900) Kunden.

Kabel Deutschland hat den weiteren Angaben zufolge den operativen Umsatz 2004/05 um 5,9% auf 1,044 Mrd. Euro gesteigert. Der Gesamtumsatz einschließlich der Auflösung von Rückstellungen sei um 2,2% auf 1,076 Mrd Euro gestiegen.

Per Ende März beschäftigte Kabel Deutschland, die den Investmentgesellschaften Apax Partners, Providence Equity und Goldman Sachs Capital Partners gehört, knapp 2500 Mitarbeiter. Die Gesellschaft betreibt die Kabelnetze in 13 Bundesländern. Die geplante Übernahme der Kabelgesellschaften in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen scheiterte im vergangenen Jahr.

Bei den nun gemeldeten Kennziffern handelt es sich laut Kabel Deutschland um HGB-Zahlen. Im Sommer will Kabel Deutschland einen testierten Abschluss nach IFRS vorlegen, der dann auch Vergleichszahlen für das Vorjahr enthalten soll. Für die Umrechnung würde noch ein wenig Zeit benötigt, sagte ein Unternehmenssprecher. Dieser Schritt stehe aber nicht im Zusammenhang mit einem möglichen Börsengang des Kabel-TV-Unternehmens. In Sachen IPO gebe es keinen neuen Sachstand. Bislang sei keine Grundsatzentscheidung für einen Gang auf das Parkett getroffen worden, sagte der Sprecher.

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