Zahlen am Donnerstag Morgen
Börse wartet gespannt auf neue SAP-Zahlen

Die SAP AG hat wohl einen gelungenen Start in das Jahr 2006 verzeichnet. Das Softwareunternehmen wird nach Ansicht von Marktbeobachtern bei Umsatz und Ergebnis Wachstumsraten ausweisen, die über der Zielsetzung für das Gesamtjahr liegen.

HB FRANKFURT. Der Dax-Konzern hat die Veröffentlichung der Erstquartalszahlen für Donnerstag, den 20. April um 7.30 Uhr angekündigt. Im Schnitt rechnen die von Dow Jones Newswires befragten Analysten beim Gesamtumsatz im ersten Quartal mit einem Zuwachs um 14,7% auf 1,98 (Vorjahr: 1, 72) Mrd. Euro, wobei das operative Ergebnis pro forma überproportional um 21,8% auf 464 (381) Mill. EuroR gestiegen sein sollte. Die operative Marge auf Pro-forma- Basis wird dem entsprechend bei 23,4% (22%) gesehen, das Nettoergebnis bei 293 (254) Mill. Euro. Beim Ergebnis je Aktie lautet der Analystenkonsens auf 0,94 (0, 82) Euro.

Für das Gesamtjahr hat sich SAP ein Wachstum des Produktumsatzes zwischen 13% und 15% zum Ziel gesetzt, die darin enthaltenen Lizenzeinnahmen sollen um 15% bis 17% steigen. Analysten prognostizieren für das abgelaufene Quartal ein Plus der Lizenzeinnahmen um 18,9% auf 516 (434) Mill. Euro. Die bereinigte operative Marge (pro forma) will SAP im Gesamtjahr um einen halben bis einen Prozentpunkt verbessern. Sie lag 2005 bei 28,3%. Das ebenfalls bereinigte Ergebnis je Aktie erwartet SAP bei 5,80 bis 6,00 Euro.

In allen regionalen Märkten werde das Geschäft im Startquartal gut ausgefallen sein, sagt Analyst Mohammed Moawalla von Goldman Sachs. Insbesondere die Region EMEA (ohne Deutschland) und das US-Geschäft sollten hohe Wachstumsraten von währungsbereinigt mehr als 20% aufweisen. Der Dollarkurs habe den Umsatz im ersten Quartal noch etwas begünstigt. SAP bleibe insgesamt gut positioniert, das Wachstum noch weiter zu beschleunigen.

Dabei verweist der Analyst auf die kommende Produktgeneration. Für Branchenexperten werden die Weichen bei SAP ab dem kommenden Jahr entscheidend neu gestellt: Bis dahin soll die neue Softwaregeneration von SAP, die Business Process Platform (BPP) eingeführt sein. Ein Schritt, dessen Bedeutung CEO Henning Kagermann mit der Etablierung von R/3 als Industriestandard verglich.

Wegen der zu erwartenden Erfolge des DAX-Konzerns bei der Gewinnung mittelständischer Kunden werde sich der Produktumsatz von 2005 bis 2010 auf umgerechnet 16,8 Mrd. $ von 7,2 Mrd. $ mehr als verdoppeln, erklärt Analyst Ariel Bauer von ABN Amro. Von der Steigerung der Produkteinnahmen um 9,6 Mrd. $ werde mit 8,1 Mrd. $ der überwiegende Teil von Neukunden stammen, prognostiziert der Analyst. 5 Mrd. $ davon werden Bauer zufolge mittelständische Kunden beisteuern.

Die bereinigte operative Marge (pro forma) werde in dem Zeitraum auf 35% klettern, wie der ABN-Amro-Analyst ausführt. Die Analysten der Deutschen Bank sehen mittelfristig eine operative Umsatzrendite von 34%, Analyst Knut Woller von der Hypovereinsbank (HVB) geht noch weiter als die ABN Amro und hält mittelfristig eine Marge von 40% für erreichbar.

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