Zahlen für dritte Quartal zeigen, dass Strategie bislang aufging
IT-Spezialist Juniper geht neue Wege

Der US-Konzern will sein Produktangebot erweitern und dem Rivalen Cisco bei Staatsaufträgen stärker Paroli bieten.

DÜSSELDORF. Der US-Netzausrüster Juniper Networks gibt Gas: Der Konzern hat eine neue Einheit aufgebaut, um seinem Rivalen Cisco verstärkt Konkurrenz bei Staatsaufträgen zu machen. Juniper hat seinen Vertrieb in Japan ausgebaut, eine Kooperation mit NEC geschlossen und sich auf eine engere Zusammenarbeit mit der Breitbandsparte von Motorola geeinigt – und das alles in den vergangenen zehn Tagen. Mit dem Ziel: „Wir wollen uns breiter aufstellen – neue Kundengruppen ansprechen und unser Produktangebot erweitern“, sagt Juniper-Chef Scott Kriens dem Handelsblatt.

Juniper ist weltweit die Nummer zwei hinter Cisco auf dem Markt für große und extrem leistungsfähige Router. Sie lenken wie Verkehrspolizisten den weltweiten Datenverkehr durch das Internet. Juniper hat einen Marktanteil von knapp 30 Prozent.

Durch die Krise der Branche nach dem Platzen der Internetblase hat jedoch auch Juniper Federn gelassen, Kunden durch Unternehmenspleiten verloren und unter der Investitionskürzungen von Telekomnetzbetreibern gelitten. Daher gab Kriens die neue Strategie vor: „Wir müssen künftig auch andere Teilmärkte bedienen und stärker in das Low End vordringen.“ Übersetzt heißt das: Juniper will auch weniger aufwendige, kleinere und günstigere Routereinheiten anbieten.

Analysten sehen dabei allerdings die Gefahr, dass Juniper sich verzetteln könnte und am Ende zwar viel im Angebot hat, aber nicht mehr die Qualität liefert wie bisher. „Wir sind uns des Risikos bewusst, aber wir haben auch schon in den vergangenen Jahren unseren Fokus nicht verloren und dieses Bemühen in der DNA des Unternehmens festgeschrieben“, sagt Kriens.

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