Zahlen fürs dritte Quartal
Chipausrüster ASML übertrifft die Erwartungen

Der niederländische Chipausrüster ASM Lithography Holding, kurz ASML, hat im dritten Quartal die Analysten überrascht: Umsatz und Gewinn lagen über den Schätzungen, wenngleich der Umsatz niederiger ausfiel als noch vor einem Jahr.

HB AMSTERDAM. Der Nettogewinn stieg Angaben vom Mittwoch zufolge im dritten Quartal auf 48 Millionen Euro nach knapp 41 Millionen Euro im Vorjahr. Analysten hatten im Durchschnitt 37,7 Millionen Euro erwartet. Der Umsatz erreichte 533 Millionen Euro nach 611 Millionen im Vergleichszeitraum. Hier hatten Analysten im Durchschnitt mit 512 Millionen Euro gerechnet.

ASML traut sich im ersten Halbjahr 2006 ein höheres Umsatzwachstum zu als der Branche, für die ein Zuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet wird. Angesichts des Auftragsbestandes seines Unternehmens erwarte er ein starkes erstes Halbjahr 2006, sagte CFO Peter Wennink. Für das zweite Halbjahr 2006 könne er das Umsatzwachstum noch nicht genauer quantifizieren. 2004 hatte ASML einen Marktanteil von 52 Prozent. 2005 und 2006 soll dieser steigen.

Für das laufende Vierteljahr geht der weltgrößte Hersteller von Lithographiemaschinen von einer ähnlichen Auftragslage wie im Berichtsquartal aus.

Während des Quartals erhielt der Chipausrüster den Angaben zufolge 46 Aufträge für seine Chip-Produktionssysteme. Zu den Kunden zählt unter anderen der weltgrößte Chiphersteller Intel. Im vierten Quartal sei ebenfalls mit einem Auftragseingang in dieser Höhe zu rechnen. Zudem gehe das Unternehmen davon aus, im laufenden Vierteljahr 40 Systeme zu einem Preis von durchschnittlich 13 Millionen Euro auszuliefern. Im Auftragsbuch seien zum Ende des dritten Quartals 87 Systeme als bestellt verzeichnet gewesen.

CFO Wennink hielt es noch für zu früh, über ein Aktienrückkaufprogramm für das kommende Jahr zu entscheiden. Zuletzt hatte das Unternehmen mitgeteilt, ein solches Programm zu prüfen, sobald der Barmittelbestand 1 Milliarde Euro überschreite. Laut Wennink liegt dieser aktuell - inklusive des derzeitigen Cash-Flow - bei über 800 Millionen Euro und soll bis Ende 2005 fast 1 Milliarde Euro erreichen.

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