Zahlen fürs dritte Quartal
DSL-Kunden überrennen T-Online förmlich

Der größte europäische Internetanbieter T-Online hat im dritten Quartal mehr DSL-Kunden in gewonnen denn je. Dabei zeigten sich nicht nur die Deutschen begierig nach den schnellen Internetzugängen, sondern auch die Spanier und Franzosen.

HB FRANKFURT. Die Zahl der DSL-Kunden sei im dritten Quartal in Deutschland um 342 000 gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Darmstadt mit. Damit surfen nun 4,05 Millionen Menschen über T-Online; Tochterunternehmen eingerechnet sind es sogar 4,6 Millionen. Anders als im Vorquartal gewann die Telekom-Tochter damit mehr Kunden als der zweitgrößte Anbieter United Internet. „Insgesamt verzeichnet T-Online aktuell das beste Quartal hinsichtlich der DSL-Tarifneukundengewinnung seit dem Start des Breitbandangebots in Deutschland im Jahr 2000“, sagte Vorstandschef Rainer Beaujean.

Im dritten Quartal seien deutlich mehr als 50 Prozent aller neuen DSL-Anschlüsse in Deutschland bei T-Online geschaltet worden, sagte der Vorstandsvorsitzende. Möglich geworden sei dies mit einer drastischen Tarifsenkung und umfangreichen Werbemaßnahmen. Die Aufwendungen hinterließen allerdings hässliche Spuren in der Zwischenbilanz des Marktführers.

Die hohe Zahl an Neukunden wirkte sich zwar positiv auf den Umsatz aus, allerdings wurde der operative Gewinn von den Kosten zur Kundengewinnung belastet. Im Ausland belasten zudem die Kosten für die dortige Expansion. Den Konzernumsatz steigerte T-Online im dritten Quartal von 485,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 505,8 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank von 134,5 auf 77 Millionen Euro. Vor Steuern ging der Gewinn von 141 auf 54,1 Millionen Euro zurück.

Zufrieden äußerte sich Vorstandschef Beaujean über die Entwicklung in Frankreich und Spanien. Dort sei die Kundenzahl um 64 000 geklettert - ein Plus von 12 Prozent - und damit deutlich schneller als im Vorjahreszeitraum. Die Integration der spanischen Netzgesellschaft Albura sei weit fortgeschritten. Die Telekom-Tochter will zu den führenden DSL-Anbietern in den beiden Märkten aufsteigen.

T-Online sei nach Ablauf des dritten Quartals auf einem guten Weg, die eigenen Ergebnisvorgaben für das Geschäftsjahr 2005 zu erfüllen. „Auch die positive Entwicklung in unseren ausländischen Märkten Frankreich und Spanien stimmt uns weiter optimistisch“, sagte Finanzvorstand Jens Becker. Für 2005 erwartet T-Online nach reduzierter Prognose einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro; 2004 waren es 2 Milliarden Euro gewesen. Beim operativen Gewinn erwartet das Unternehmen einen Rückgang von 472 auf 285 Millionen Euro.

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