Zahlen fürs dritte Quartal
Loewe sieht Licht am Ende des Tunnels

In 2003 und 2004 hatte Loewe rote Zahlen geschrieben. 2005 erwartet der neben Metz letzte deutsche Fernsehgeräte-Hersteller nun wieder schwarze Zahlen.

HB KRONACH. In den ersten neun Monaten liege der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) zwar noch bei 4,3 Millionen Euro, teilte die Loewe AG aus Kronach am Dienstag mit. Im vierten Quartal werde aber mit einem deutlich positiven Ebit gerechnet. Verbesserungen sind schon spürbar: Im dritten Quartal 2004 hatte Loewe noch ein Minus von 23,1 Millionen Euro hinnehmen müssen.

Der Umsatz stieg von Januar bis September um 11 Prozent auf 197 Millionen Euro. Grund des Wachstums seien die gestiegenen Erlöse mit Flachdisplay-Fernsehern. Das Vernachlässigen dieses Geschäftsfeldes hatte zu der Krise geführt, die Loewe an den Rand des Ruins gebracht hatte. Loewe hatte bei seinen hochpreisigen Design-Fernsehern zu lange auf die konventionelle Röhrentechnik gesetzt.

Im dritten Quartal lag der Umsatz auf Grund von Engpässen bei der Materialversorgung mit 65,8 Millionen Euro aber nur auf Vorjahresniveau. „Die Auftragsrückstände in Höhe von 7 Millionen Euro werden aber im vierten Quartal aufgeholt“, sagte Vorstandschef Rainer Hecker. Der Verlust wurde gegenüber dem Vorjahresquartal von 6,6 auf 1,5 Millionen Euro reduziert.

Loewe profitiere von der dynamischen Marktentwicklung bei mittel- und großformatigen LCD- und Plasma-TV-Geräten, erklärte Hecker. Außerdem gewinne man bei Flachdisplay-Fernsehern kräftig Marktanteile. Der Umsatzanteil dieser Geräte stieg im dritten Quartal gegenüber Vorjahr von 19 auf 81 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet Loewe eine leichte Zunahme des Umsatzes mit eigenen Produkten. Die Umsätze mit dem japanischen Elektronikriesen Sharp, der mit 29 Prozent am Unternehmen beteiligt ist, sollen bei rund 20 Millionen Euro liegen.

Mit der im Oktober umgesetzten Kapitalerhöhung von 25 Millionen Euro will Loewe nach Worten von Finanzchef Burkhard Bamberger seine Kapitalstruktur „grundlegend verbessern und das für die nächsten Jahre geplante Wachstum aus Eigenmitteln sicher abdecken“.

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