Zahlen fürs dritte Quartal
Pro Sieben Sat 1 zieht Zuschauer und Werbekunden an

Das dritte Quartal brachte Pro Sieben Sat 1 einen Gewinnschub. Das nährt die Zuversicht für das Gesamtjahr. Der Werbemarkt wird nun weit positiver beurteilt.

HB FRANKFURT. Im dritten Quartal profitierte der vor der Übernahme durch den Axel-Springer-Verlag stehende TV-Konzern von gestiegenen Werbeeinnahmen und der Übernahme des Quizsenders 9Live. Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 416 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich auf von 22 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 60 Millionen Euro. Der Konzernüberschuss verzehnfachte sich beinahe von 2,6 auf 23,7 Millionen Euro. Ende Oktober hatte Pro Sieben Sat 1 bereits vorläufige Zahlen veröffentlicht. Demnach steigerte die Senderkette den Umsatz vor allem dank steigender Marktanteile von 362,1 auf 415,9 Millionen Euro.

Die Pro-Sieben-Sat-1-Gruppe erwarte, dass sie im Geschäftsjahr 2005 besser abschneiden werde als der Gesamtmarkt und sowohl Umsatz als auch Ergebnis erhöhen werde, teilte das Unternehmen am Donnerstag bei Vorlage des Quartalsberichts mit. Dazu trage insbesondere der Zugewinn an Zuschauermarktanteilen in der für die Werbewirtschaft relevanten Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen bei. Auch das Wachstum von Töchtern wie der Multimedia-Firma Seven One Intermedia oder 9Live wirke sich positiv aus.

Die Entwicklung des umsatzstärksten vierten Quartals sei auf Grund des kurzfristigen Buchungsverhaltens der Werbekunden noch nicht endgültig einzuschätzen. Das Unternehmen sehe jedoch seine Erwartung bestätigt, dass sich der deutsche TV-Werbemarkt im zweiten Halbjahr dynamischer entwickele als in der ersten Jahreshälfte. Die Sendergruppe gehe davon aus, dass der deutsche Netto-TV-Werbemarkt im Jahr 2005 insgesamt leicht rückläufig sein werde. Allerdings rechne der Konzern nun mit einem Minus zwischen null und 2 Prozent. Bislang hatte Pro-Sieben Sat 1 einen Rückgang des Werbemarktes von 2 Prozent erwartet. Für das kommende Jahr erwartet die Sendergruppe ein Wachstum, machte aber keine konkreten Angaben dazu.

Angesichts der guten Zahlen will Prosiebensat.1 den Sparzwang im eigenen Haus etwas lockern. Statt um 30 sollen die operativen Kosten nur um 20 Millionen Euro gedrückt werden.

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