Zahlen fürs dritte Quartal
ST-Microelectronics ist guter Dinge

Der europäische Chiphersteller ST-Microelectronics hat zwar im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Doch die Zukunftsaussichten haben sich verbessert.

HB SAN FRANCISCO. Der anhaltende Preisdruck in der Branche und die Kosten für die Produktionsverlagerung hätten das Ergebnis belastet, teilte das französisch-italienische Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Die Nachfrage nach Chips für kabellose Netze und Kostensenkungen würden jedoch zu verbesserten Ergebnissen führen. „Es sieht wirklich so aus, als ob die Vorteile ihrer Anstrengungen zur Umstrukturierung sich zu zeigen beginnen“, sagte Analyst Cody Acree von Legg Mason in Dallas.

In den drei Monaten bis Ende September erwirtschaftete ST-Microelectronics einen Nettogewinn von 89 Millionen Dollar oder 10 Cent je Aktie (verwässert. Das ist ein Minus von 53 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Darin enthalten sind den Angaben zufolge 12 Millionen Dollar an Sonderbelastungen unter anderem wegen Restrukturierungskosten wie der Schließung von Werken im Zuge einer Produktionsverlagerung von Europa nach Asien. Der Umsatz des in Genf ansässigen Unternehmens lag mit 2,25 Milliarden Dollar in etwa auf Vorjahresniveau. Die Gewinn- und Umsatzzahlen lagen fast deckungsgleich zu den Analystenschätzungen.

Eine höhere Effizienz in der Produktion und ein stärkerer Absatz von Produkten mit höheren Gewinnspannen konnten dem Unternehmen zufolge dem anhaltenden Preisrückgang etwa bei Speicherchips entgegenwirken. Die Zahlen zeigten, dass die Umstrukturierungen bereits zu wirken begännen, erklärte ST-Microelectronics-Chef Carlo Bozotti. „Dennoch ist noch mehr Arbeit zu erledigen.“

Die Bruttogewinnspanne lag im abgelaufenen Quartal mit 34,1 Prozent in der Mitte der eigenen Prognosen und über den 33 Prozent des Vorquartals. Allerdings lag sie auch deutlich unter den 37,5 Prozent des vergleichbaren Zeitraums im Vorjahr.

Für das vierte Quartal sagte das Unternehmen eine Erholung des Umsatzes im Vergleich zum Vorquartal voraus. Das Wachstum werde zwischen 3 und 9 Prozent liegen. Auch die Bruttogewinnspanne werde mit 35 bis 37 Prozent höher erwartet. „Die Margen bewegen sich in die richtige Richtung“, sagte Analyst Acree. Nun sei mit einer Erhöhung der Analystenschätzungen von zuletzt 2,39 zu rechnen.

„Wir glauben, dass das moderate Wachstum der Branche sich im letzten Quartal 2005 und im Jahr 2006 fortsetzen wird“, sagte ST-Microelectronics-Chef Bozotti. Sein Unternehmen werde sich weiter verbessern, prognostizierte er.

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