Zahlen fürs dritte Quartal
Telekom zeigt Appetit

Die Deutsche Telekom hat ein hervorragendes Quartal hinter sich. Mit dem Ausbau des Mobilfunk- und DSL-Geschäfts will Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke den Motor am Laufen halten. Das könnte aber vielleicht nicht ausreichen, weshalb er noch einen Plan B hat.

HB BONN. Die Deutsche Telekom zeigt sich offen für Zukäufe in Europa. Sofern dies sinnvoll sei, könnte damit die Präsenz gestärkt werden, sagte Vorstandschef Ricke am Mittwoch in Bonn. Das Unternehmen hatte vor einigen Monaten den österreichischen Mobilfunkanbieter Telering übernommen. Interesse gezeigt hatte die Telekom auch an der Übernahme des britischen Mobilfunkanbieters O2, den nun aber wohl die spanische Telefónica aufkauft.

„Wir müssen jetzt handeln, um die Telekom zukunftssicher zu machen“, sagte er am Mittwoch bei der Vorlage der Quartalszahlen in Bonn. Das Unternehmen hat in den ersten neun Monaten 2005 einen Überschuss von 4,4 Milliarden Euro erzielt, nach einem Verlust von 150 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das ist einer der höchsten Gewinne in der Geschichte der Deutschen Telekom AG.

Analysten begrüßten Rickes Pläne. "Mit Kosteneinsparungen und Effizienzmaßnahmen - wie dem vor kurzem angekündigten Stellenabbau und der Integration der T-Online - erkauft sich die Telekom zwar Zeit, doch auf Dauer kann sie damit ihre Wertschöpfung nicht steigern", sagte Per-Ola Hellgren von der Landesbank Rheinland-Pfalz. Deshalb blieben auf Dauer nur Zukäufe als Lösung des Problems. Bei den Zukäufen will sich die Telekom aber auf Märkte beschränken, auf denen sie schon vertreten ist.

Als einer der künftigen Ergebnistreiber für die Zukunft sieht Ricke auch das geplante Hochgeschwindigkeitsnetz, das so genannte "Triple-Play"-Angebote ermöglicht. Diese umfassen Internetzugang, Sprache und Fernsehen. Der Aufbau des Netzes in Deutschland wird zuvor aber 3 Milliarden Euro kosten.

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