Zahlen fürs dritte Quartal und Ausblick
Intel macht Kummer

Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat im dritten Quartal dank einer starken Nachfrage über alle Produktbereiche hinweg mehr Gewinn gemacht. Der Ausblick enttäuschte aber.

HB SAN FRANCISCO. Für das laufende vierte Quartal sagte der Konzern am Dienstag nach Börsenschluss einen Umsatz zwischen 10,2 und 10,8 Milliarden Dollar voraus. Analysten rechneten bislang im Schnitt mit 10,7 Milliarden Dollar. Der Kurs der Intel-Aktie gab im nachbörslichen Handel 3,2 Prozent nach.

Intel-Finanzchef Andy Bryant erklärte in einem Telefon-Interview, zwar könne Intel inzwischen die Nachfrage der Kunden nach genügend Mikroprozessoren besser befriedigen als noch im Vorquartal. Aber es gebe immer noch Hindernisse, was die Herstellung von ausreichend Chipsets - einer Zusammenstellung verschiedener Chips - angehe. „Es ist keine Frage, dass ich mehr Chipsets ausliefern könnte, wenn ich mehr Kapazitäten hätte“, sagte Bryant. In diese Kerbe schlug auch der Branchen-Experte Apjit Walia von RBC Capital Markets. „Sie haben diese Geschichte mit der Belieferung und die Leute wollen nun sehen, wie Intel das während des Quartals erledigt.“

Mit dem abgelaufenen Quartal zeigte sich Intel-Chef Paul Otellini zufrieden. „Im dritten Quartal haben wir Rekord-Zahlen beim Umsatz und den Auslieferungen quer durch alle unsere großen Produktbereiche erreicht“, erklärte er. Intel steigerte den Angaben zufolge in dem Zeitraum seinen Nettogewinn auf 2,0 Milliarden Dollar oder 32 Cent pro Aktie nach 1,91 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg von 8,47 auf 9,96 Milliarden Dollar Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit einem etwas höheren Gewinn von 33 Cent pro Aktie, aber einem leicht niedrigeren Umsatz von 9,92 Milliarden Dollar gerechnet. Im September hatte der Konzern seine Umsatzprognose für das dritte Quartal noch auf 9,8 bis 10 Milliarden Dollar eingeschränkt. Intel hatte dabei aber betont, das Geschäft liege im Rahmen der Erwartungen.

Das Quartalsergebnis wurde von der Einigung in einem Patentrechtsstreit mit Microunity um 2 Cent pro Aktie geschmälert. Die Bruttomarge stieg von 55,7 auf 59,7 Prozent. Ohne die Belastung hätte die Bruttomarge bei 61,1 Prozent gelegen und damit etwas höher als von Intel im Quartalsausblick angekündigt. Hinzu kam eine Steuerbelastung von 4 Cent pro Aktie Steuern auf aus dem Ausland zurückgeführte Gewinne.

Die durchschnittlichen Verkaufspreise von Mikroprozessoren hätten sich im Vergleich zum vorangegangenen Quartal nicht verändert. Die Preise für so genannte Flash Memory Speicherchips seien dagegen gestiegen, hieß es.

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