Zahlen fürs erste Quartal des Geschäftsjahres 2005/2006
Mobilfunkzwerg O2 wird immer größer

Deutschlands kleinster Mobilfunkanbieter O2 hat sich im ersten Quartal 2005/2006 gegen die drei Großen der Branche durchsetzen können - nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit Tchibo.

HB LONDON/FRANKFURT. O2-Deutschland-Chef Rudolf Gröger hatte bei der Vorlage der Quartalszahlen am Mittwoch allen Grund zur Freude. Sein Unternehmen gewann im ersten Quartal 412 000 neue Kunden hinzu. Damit telefonieren in Deutschland 8,388 Millionen Menschen mit O2. Der Marktanteil stieg zum Ende Juni im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund zwei Prozentpunkte auf 11,4 Prozent.

Aber auch die Konkurrenz hat nicht geschlafen. T-Mobile hat laut Branchenkreisen bei der Kundenzahl in Deutschland die Marke von 28 Millionen durchbrochen und damit seine Marktführerschaft untermauert. Damit hätte die Telekom-Tochter im zweiten Quartal die Kundenzahl um 400 000 erhöht. Die E-Plus-Billigtochter Simyo, so heißt es weiter, habe seit dem Start Ende Mai deutlich mehr als 100 000 Kunden gewonnen - mehr als erwartet. Die Unternehmen lehnten einen Kommentar zu den Zahlen ab. Offiziel legt T-Mobile erst am 11. August die Quartalszahlen vor, E-Plus am 9. August. Vodafone ist bereits am kommenden Montag dran.

Um als Kleinster der Branche nicht unterzugehen, plant O2 massive Investitionen. Bis zu 3,5 Milliarden Euro sollen bis Ende 2008 vorrangig in den Aufbau des UMTS-Netzes fließen, sagte Gröger. Bis Ende 2008 könne O2 in Deutschland 85 Prozent der Bevölkerung erreichen. UMTS überträgt deutlich höhere Datenmengen, was das mobile Herunterladen und Verschicken von Videos oder Musik erlaubt. Bis Ende 2005 müssen die Anbieter, die Frequenzen vom Bund ersteigert haben, 50 Prozent der deutschen Bevölkerung mit ihrem Netz erreichen. O2 werde um die 53 Prozent schaffen, sagte Gröger.

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