Zalando-Mutter
Samwer-Brüder bringen Rocket Internet an die Börse

Die Bestätigung fehlt noch, aber die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Die Samwer-Brüder wagen noch in diesem Jahr den großen Börsengang und bringen ihre Firma Rocket Internet an die Börse.
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BerlinDas Berliner Internet-Beteiligungsunternehmen Rocket Internet, der Start-up-Investor der deutschen Samwer-Brüder, plant einen Gang an die Börse – möglicherweise noch dieses Jahr. Das erfuhr die Nachrichtenagentur Bloomberg am Wochenende von drei Personen, die mit den Vorgängen vertraut sind.

Laut „Financial Times“ und der Finanznachrichtenagentur Bloomberg wurden bereits mehrere Investmentbanken für die Prüfung eines Börsengangs engagiert. Man kommentiere keine Spekulationen, sagte ein Firmensprecher am Sonntag. Rocket Internet konzentriere sich auf das Tagesgeschäft.

Ein führender Anteilseigner bei der Start-up-Schmiede ist die schwedische Investmentfirma Kinnevik. Sie ist auch größter Aktionär beim von den Samwer-Brüdern gegründete Internet-Einzelhändler Zalando, wo es ebenfalls Spekulationen über Börsenpläne gibt.

Die britische „Financial Times“ berichtete am Samstag ergänzend, dass sich außer Morgan Stanley und JP Morgan auch die deutsche Privatbank Berenberg an der Vorbereitung des Börsengangs beteilige. Rocket solle dabei mit drei bis fünf Milliarden Euro bewertet werden.

Das Unternehmen, hinter dem die Brüder Oliver, Marc und Alexander Samwer stehen, wurde 2007 gegründet. Die Holding mit Sitz in Berlin kopiert erfolgreiche Internet-Geschäftsmodelle und bringt sie in verschiedenen Ländern der Welt auf den Markt. Die Samwer-Brüder gehören zu den prominentesten Internet-Unternehmern in Deutschland. Begonnen hatte ihre Karriere Ende der 1990er-Jahre, als sie das Internet-Auktionshaus Alando aufbauten und später mit hohem Gewinn an Ebay verkauften. Ähnliches gelang ihnen mit dem Klingelton-Anbieter Jamba.

2008 finanzierten sie die Gründung von Zalando – die Seite gilt als Kopie des US-Online-Schuhladens Zappos. Im vergangenen Jahr hatte Oliver Samwer in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters angekündigt, in fünf Jahren weltweit 200 bis 250 Firmen im Portfolio haben zu wollen. Derzeit sind es laut Internetseite des Unternehmens rund 75.

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Mehrere Börsengänge in Deutschland

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