Zehn Jahre Youtube: Business-Turbo mit Katzenvideos

Zehn Jahre Youtube
Business-Turbo mit Katzenvideos

Die Videoplattform Youtube wird in diesen Tagen zehn Jahre alt. Was mit lustigen Amateurclips und Musikvideos begann, ist längst Teil verschiedenster Geschäftsmodelle. Die ewige Frage: Wird man damit eigentlich reich?
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DüsseldorfWas sagt Ihnen der Name PewDiPie? Oder Kayef? Dagi Bee vielleicht? Sami Slimani? Alle diese Menschen sind hauptberuflich das, was heute „Youtuber“ genannt wird: Medienschaffende, die auf der größten Videoplattform mit eigenen Bewegtbildformaten ihren Lebensunterhalt verdienen. Und denen es dabei gar nicht schlecht geht.

Was vor ziemlich genau zehn Jahren als einfache Plattform zum Hochladen und Teilen privater Videos startete, ist zum Milliardengeschäft geworden. Es wird mit, durch und von Youtube, das inzwischen zum Suchmaschinengiganten Google gehört, viel Geld verdient.

Einnahmen erzielt die Tochter des Suchmaschinenkonzerns vor allem durch Werbung. Wieviel genau das Unternehmen verdient, weist Google zwar nicht aus, laut der Marktforscher von eMarketer dürfte sich der Werbeumsatz aber auf etwa 1,13 Milliarden Dollar im Jahr belaufen.  Doch Youtube bringt nicht nur seinem Besitzer viel Geld. Die Videoplattform macht auch Stars, Stars wie Kayef, DagiBee und Sami Slimani.

Der weltweit erfolgreichste Youtuber ist der Schwede Felix Kjellberg. Unter seinem bürgerlichen Namen kennen ihn aber höchstens seine treuesten Fans. Berühmt wurde der 25-Jährige als „PewDiePie“. Sein gleichnamiger Youtube-Kanal verzeichnete bis heute fast acht Milliarden Abrufe. Mehr als 34 Millionen Menschen haben seine Inhalte abonniert.

In seinen Videos zeichnet er sich vor allem beim Videospielen auf und kommentiert das Gesehene. Was zunächst nach brotloser Kunst aussieht, hat Kjellberg zum Multimillionär gemacht. Laut der Online-Plattform Social Blade verdient er allein über die Videoplattform bis zu 14 Millionen Euro im Jahr.

Von solchen Erfolgen träumen auch deutsche Youtuber. Kai Fichtner zum Beispiel. Der Düsseldorfer hat seine Musik-Karriere im Internet gestartet, sein Kanal „KayefTV“ hat heute 350.000 Abonnenten. Dort zeigt er nicht nur Musikvideos, sondern auch völlig banale Sachen aus seinem Alltag, zum Beispiel seinen Einkauf. Seinen Erfolg aus der virtuellen Welt lebt er jetzt auch in der realen aus.

Veröffentlichte er sein erstes  Album ausschließlich digital, produzierte er sein zweites „Relikte letzter Nacht“ erstmals auch ganz altmodisch als CD. Die Platte stieg im November 2014 auf Platz 17 der deutschen Albumcharts ein. Bis heute verkaufte sie sich 20.000-mal. Derzeit tourt Fichtner durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Kommentare zu " Zehn Jahre Youtube: Business-Turbo mit Katzenvideos"

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  • Sie habens scheinbar immer noch nicht kapiert...
    Katzenvideos
    sind in Zeiten von Sodom u Gomorrah völlig unerheblich...

    Zeigen sie doch lieber mal einen Godmodetrader , der sich
    im Angesicht der Niedrigzinspolitik zu Tode onnaniert....

    Dax auf Allzeithoch u auf der bis jetzt ultimativen FALLHÖHE....

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