Zeichentrickstudio schreibt rote Zahlen
Dreamworks kann nicht mehr auf Shrek bauen

Das amerikanische Zeichentrickstudio Dreamworks Animation ist nach Absatzproblemen bei dem lange Zeit erfolgreichen DVD-Film „Shrek 2“ in die roten Zahlen gerutscht.

HB GLENDALE. Im zweiten Quartal fiel ein Verlust von 3,7 Mill. Dollar an nach einem Plus von 146,1 Mill. Dollar im Vorjahresquartal, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der Umsatz betrug 35,4 Mill. Dollar nach 300,3 Mill. im Vorjahr. Da Dreamworks im Schnitt nur zwei Filme pro Jahr in die Kinos bringt, schwanken die Quartalsergebnisse immer stark.

Studio-Chef Jeffrey Katzenberg verwies auf die guten Ergebnisse des aktuellen Streifens „Madagascar“, der bisher insgesamt 432 Mill. Dollar einspielte. Dreamworks Animation wird diese Einnahmen aber erst zu Jahresende verbuchen können.

Das Studio hatte zuletzt die Wall Street verärgert. Es musste im Juli einräumen, dass sich „Shrek 2“, der erfolgreichste Computeranimationsfilm aller Zeiten, auf DVD schlechter als erwartet verkauft, und die Gewinnprognose für das Gesamtjahr senken. Obwohl von „Shrek 2“ immer noch 50 Mill. DVDs verkauft werden sollen - fünf Mill. weniger als ursprünglich anvisiert - brach der Aktienkurs daraufhin um 13 % ein. Zudem sehen sich einige Investoren durch optimistische Einschätzungen Katzenbergs zu den Aussichten mehrerer Filme getäuscht und schalteten die Börsenaufsicht SEC ein.

Die Gewinnwarnung von Dreamworks Animation und ähnliche Absatzprobleme des Konkurrenten Pixar bei der Video-Version des Films „Die Unglaublichen“ werden als Zeichen für eine Abkühlung des bisher von enormen Wachstumsraten geprägten DVD-Marktes gesehen. Pixar wies im abgelaufenen Quartal einen Gewinn von 12,7 Mill. Dollar aus - rund ein Drittel des Vorjahreswertes.

Im gesamten ersten Halbjahr verbuchte Dreamworks Animation einen Gewinn von 35,3 Mill. Dollar (Vorjahr: 300,3 Mio) bei einem Umsatz von 202,3 Mill. Dollar nach 341,1 Mill. ein Jahr zuvor.

Das Zeichentrickstudio war im vergangenen Oktober an die Börse gebracht worden. Zuvor war es Teil des von Star-Regisseur Steven Spielberg, Musik-Mogul David Geffen und Ex-Disney-Manager Katzenberg gegründeten Studios Dreamworks SKG. Zuletzt kamen Spekulationen auf, das verbliebene Dreamworks-Filmstudio könnte vom Rivalen NBC Universal übernommen werden.

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