Zeitungsbericht
Freenet-Aktie gibt kräftig nach

Drillisch und United Internet haben einem Zeitungsbericht zufolge wegen mangelnder Finanzkraft ihr Übernahmeangebot für Freenet gestoppt. Die Aktienkurs des Telekommunikationsanbieters brach daraufhin vorbörslich ein. Was die Anleger beruhigen konnte.

HB FRANKFURT. Nun wollten die beiden Firmen erst eine Zerschlagung von Freenet durchsetzen und dann die einzelnen Teile kaufen, berichtete die „Financial Times Deutschland“ unter Berufung auf Bankkreise. Die Freenet-Tochter Strato solle verkauft werden.

Die Freenet-Aktie ging am Donnerstag zunächst mit einem minus von zehn Prozent auf 17,87 Euro in den Handel. Das Papier konnte sich jedoch nach einer Aussage von Drillisch-Chef Paschalis Choulidis erholen. „Bei uns hat sich nichts geändert. Wir halten uns eine Übernahme weiter offen“, sagte er am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Um zehn Uhr notierten die Titel um 10 Uhr bei 18,43 Euro. Die Aktien der Interessenten Drillisch und United Internet gaben zunächst bis zu zwei Prozent nach, erholten sich aber rasch wieder.

Ende September hatte das von Drillisch und United Internet gegründete Gemeinschaftsunternehmen MSP noch angekündigt, seinen Freenet-Anteil von derzeit 30 Prozent zu erhöhen und den Telekommunikationsanbieter gegebenenfalls ganz zu übernehmen. „Ein Gebot von MSP für die gesamte Freenet wird es nicht mehr geben“, zitierte nun die Zeitung einen Firmeninsider.

Wie das Blatt weiter berichtete, war ein Angebot von 22 Euro je Aktie geplant, was Freenet mit 2,1 Mrd. Euro bewertet hätte. Dieser Preis liege 300 Mill. Euro über dem Gesamtwert der einzelnen Geschäftsfelder. Wie die Nachrichtenagentur Die Unternehmen waren zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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