Zeitungsbericht
United Internet verliert Interesse an AOL

Einem Zeitungsbericht zufolge hat sich der Bieterkreis für das deutsche Geschäft des US-Internetanbieters AOL von fünf auf vier Unternehmen verringert.

HB FRANKFURT. Deutschlands zweitgrößter Internetanbieter United Internet habe das Interesse mehr an einer Übernahme verloren und deshalb die Verhandlungen mit AOL abgesagt, berichtete die Tageszeitung „Die Welt“ am Dienstag vorab aus ihrer Mittwochausgabe unter Berufung auf Verhandlungskreise. Ein Sprecher von United Internet sagte der Nachrichtenagentur Reuters, sein Unternehmen kommentiere Marktgerüchte grundsätzlich nicht.

Mit dem Ausstieg von United Internet dürften nach bisherigem Stand noch Versatel, Freenet.de, Telecom Italia und KPN im Rennen um AOL Deutschland sein. Der Zeitung zufolge will sich United Internet aus Montabaur, das mit den Marken „GMX“ und „1&1“ am Markt ist, auf den Erwerb des Deutschlandgeschäftes von Tiscali konzentrieren. Vor kurzem war bekannt geworden, dass die Deutschland-Tochter des italienischen Onlinedienstes verkauft werden soll. Die defizitäre italienische Internetfirma will künftig vor allem in Italien und Großbritannien aktiv sein.

Mit dem Erwerb von AOL hätte United Internet, das mit Abstand hinter der Deutschen Telekom auf Platz zwei liegt, seine Position auf dem deutschen DSL-Markt erheblich ausbauen können. In Verhandlungskreisen war United Internet jedoch von Anfang an unterstellt worden, es habe kein wirkliches Interesse an AOL Deutschland. Da einige direkte Wettbewerber für AOL mitbieten, wolle das Unternehmen vielmehr den Preis nach oben treiben. AOL-Mutterkonzern Time Warner hofft, durch den Verkauf bis zu 600 Mill. Euro einzunehmen.

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