Zensur
Kein World Wide Web für Chinesen und Araber

In weiten Teilen der Welt können Internetznutzer einen der größten Vorteile des Netzes nicht nutzen: die weltweite Kommunikation. Staatdessen sorgen staatliche Behörden dafür, dass nur ausgewählte Inhalte aus dem scheinbar so freien Internet ihre Landsleute erreichen. Wie die Web-Zensoren die Internetinhalte kontrollieren und manipulieren.

DUBAI/PEKING. China gehört zu den größten Zensoren von Web-Inhalten. Aber auch arabische Staaten schreiben Web-Inhalte genau vor. Unter Androhung drastischer Strafen wird darauf geachtet, diese Vorgaben einzuhalten.

Die Volksrepublik ist mit 316 Mio. Nutzern die größte Internetnation der Welt. Doch seitdem 1994 der erste Server in China installiert wurde, ist nicht nur die Zahl der Onliner im Reich der Mitte stark gestiegen. Der Einparteienstaat hat auch das weltweit ausgeklügeltes System der Internetzensur aufgebaut.

Gefiltert wird nach Einschätzung von Experten auf allen Ebenen im Hardware- und Softwarebereich. Chinas Regierung baut dabei auf die Kooperation und die Technologie von internationalen Unternehmen wie Yahoo, Google, Microsoft und Cisco. Menschenrechtsgruppen kritisieren immer wieder, dass die Unternehmen mit den Staaten kooperieren.

Mit spezieller Software filtern oder blockieren sie von der staatlichen Zensur zuvor festgelegte Begriffe. China setzt dabei Programme ein, die auch im Westen geläufig sind. Nur mit dem Unterschied, dass hier nicht pornografische Inhalte ausgeschaltet werden sollen, sondern politisch unerwünschte Themen.

Zwar gibt es keine öffentliche Liste mit Begriffen. Klar ist aber, dass Seiten mit Schlagworten wie "Tiananmen", "Dalai Lama" oder "Falun Gong" in der Volksrepublik nicht aufgerufen werden können. Zudem werden einige westliche Medienangebote grundsätzlich geblockt. Dazu gehört zum Beispiel der Internetauftritt der Deutschen Welle.

Rund 40 000 Cyber-Polizisten kontrollieren täglich in China Internetseiten, Chatrooms, Blogs und Emails. Die neueste Idee: Zehntausend Freiwillige sollen das Internet nach "bösen" Inhalten durchforsten und diese melden.

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