Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Stimmung der Telekomdienstleister besser

Einer Umfrage zufolge gehen die Telekommunikationsdienstleister im weiteren Jahresverlauf von deutlich besseren Geschäften aus.

HB BERLIN. Fast alle befragten Telekommunikationsdienstleister rechneten für die kommenden Monate mit steigenden Umsätzen, höheren Gewinnen und besserer Nachfrage, teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Donnerstag mit. Insgesamt habe die Umfrage unter rund 1000 Firmen für den Bereich „Dienstleister der Informationsgesellschaft“ eine deutlich bessere Stimmung im zweiten Quartal gezeigt. Der Stimmungsindikator für diesen Wirtschaftszweig - zu dem das ZEW unter anderem auch Architekten, IT- und EDV-Dienstleister und Beratungsberufe zählt - erreichte mit 62,6 Punkten den Höchststand in der seit 2002 laufenden Umfrage. Dennoch hielten sich die Betriebe mit Einstellungen zurück.

Dabei verbuchte eine Mehrzahl der befragten Betriebe schon im Frühjahr steigende oder zumindest stabile Umsätze und Gewinne, der Index für die aktuelle Lage stieg auf 57,4 Punkte und signalisierte mit über 50 Zählern bessere Geschäfte. Der Indikator für die Geschäftserwartungen legte sogar um gut elf auf 68,4 Punkte zu.

Neben den Telekommunikationsdienstleistern blickten besonders Berater mit Zuversicht auf die weiteren Geschäfte: Rund zwei Drittel der Unternehmensberater, der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sowie der Unternehmen aus Forschung- und Entwicklung erwarteten für die Monate Juli bis September steigende Umsätze und zusätzliche Aufträge. Lediglich im Bereich technische Beratung und Planung gingen weit mehr Firmen von sinkendem Umsatz und rückläufiger Nachfrage aus.

Die Personalplanung entwickelte sich sehr unterschiedlich: Während fast zwei Drittel der Unternehmensberater neue Mitarbeiter einstellen wollten, planten mehr als die Hälfte der Architekten, die Zahl der Beschäftigten zu reduzieren. Unter dem Strich signalisierte die Umfrage dem ZEW zufolge für den Wirtschaftszweig insgesamt leicht sinkende Beschäftigtenzahl.

Dem ZEW zufolge wollen in diesem Jahr 40 % der Unternehmen ihre Sach-Investitionsausgaben erhöhen. „Dies ist der höchste Anteil seit fünf Jahren“, erklärte das ZEW. Dabei planten 90 % der Firmen aus der Telekommunikationsbranche mit höheren Investitionen, aber nur zehn Prozent der Betriebe aus dem Bereich Forschung und Entwicklung.

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