Zerschlagung geht weiter
Diktiergeräte-Sparte von Grundig verkauft

Der Insolvenzverwalter des Pleite gegangenen fränkischen Unterhaltungselektronikkonzerns Grundig ist bei der Zerschlagung der einstigen Traditionsfirma einen weiteren Schritt vorangekommen.

HB NÜRNBERG. Die Diktiergeräte- Sparte werde von der Beteiligungsgesellschaft Induc AG (Baldham b. München) übernommen, teilte Grundig am Mittwoch in Nürnberg mit. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Die Grundig Business Systems GmbH (GBS) war 2001 aus der Grundig AG ausgegliedert worden und von der Insolvenz nicht betroffen. Sie beschäftigt rund 185 Mitarbeiter in Bayreuth und Fürth sowie in einigen Auslandsniederlassungen. Der Verkauf biete gute Voraussetzungen für den Erhalt der Arbeitsplätze, sagte Grundig- Insolvenzverwalter Siegfried Beck. Induc übernehme die Grundig-Sparte über ihre Tochtergesellschaft Cucina Holding GmbH mit dem Ziel, diese erfolgreich fortzuführen und weiterzuentwickeln. „Wir haben einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht“, sagte Beck.

Im November hatte der weltgrößte Autozulieferer Delphi die Autoradiosparte übernommen. Zum Verkauf stehen noch die Satelliten- Sparte sowie der problematische Bereich Unterhaltungselektronik mit allein rund 1000 Beschäftigten. Nach Worten des bisherigen Vorstandschefs Werner Saalfrank sollen bis Ende Februar auch für diese Bereiche Investoren gefunden sein. GBS ist nach Grundig-Angaben einer der führenden Anbieter von professionellen Diktiergeräten in Europa. Die Induc AG beteiligt sich den Angaben zufolge „an mittelständischen Unternehmen in Sondersituationen“. Ziel sei die Fortführung der Unternehmen „in Verbindung mit einer wertorientierten Weiterentwicklung“.

Vorstandschef Saalfrank (48) wird das Unternehmen mit der Auflösung des Elektronikkonzerns verlassen. Er werde Ende Februar ausscheiden, sagte Saalfrank. Ein Nachfolger sei für ihn nicht mehr vorgesehen. Die AG werde abgewickelt. „Ich bin der letzte Grundig- Vorstandschef“, stellte Saalfrank fest.

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