Ziel sind Indien und China
IBM verlagert fast 5 000 Arbeitsplätze in Billiglohnländer

Der US-Technologiekonzern IBM verlagert 4 730 hochbezahlte Arbeitsplätze für Software-Programmierer von den USA in die Billiglohnländer Indien und China. Ein entsprechender Plan wird derzeit vom Management ausgearbeitet. In Indien sind dem Vernehmen nach 500 Entwickler engagiert worden, die bereits Arbeiten aus den USA übernehmen.

aug/wsj NEW YORK. IBM will Anfang 2004 knapp 1 000 Programmierer von der Auslagerung ihres Jobs unterrichten, weitere Entlassungen laufen im folgenden Jahr an. Der Konzern beschäftigt 315 000 Mitarbeiter. Die Betroffenen sollen eine Frist von 60 Tagen erhalten, in der sie ihre Nachfolger aus Übersee einarbeiten dürfen. Danach können sie sich auf andere Arbeitsplätze im Unternehmen bewerben. Doch die Zahl der angebotenen Jobs in den USA ist gering.

IBM will den Plan nicht kommentieren. Das Wachstum in den Entwicklungsländern würde aus der „Gewinnung neuer Verträge resultieren“ sagte ein Sprecher. IBM hatte bereits früher angekündigt, das Dienstleistungsgeschäft im Ausland – vor allem in Niedriglohnländern – stärken zu wollen.

In den USA verdienen IT-Fachleute 75 000 bis 100 000 $ im Jahr, so eine unternehmensnahe Quelle. Ihre indischen Kollegen erhalten nur 10 000 bis 20 000 $. Pawan Kumar, ehemaliger IBM-Manager und heute Chef des Outsourcing-Unternehmens Moksha Technologies, geht davon aus, dass IBM zurzeit 9 000 Beschäftigte in Indien hat, und den Personalstand bis 2005 auf 20 000 erhöhen wird.

Dieser „Offshore-Trend“ ist langfristig eine der größten Bedrohungen für den amerikanischen Arbeitsmarkt. Wie der IBM-Plan zeigt, werden in den USA nicht nur einfache Arbeiten sondern zunehmend auch „qualifizierte“ Tätigkeiten ins Ausland ausgelagert.

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