Ziele bekräftigt und Schulden gesenkt
Pro Sieben Sat1 will der Flaute trotzen

Deutschlands größter TV-Konzern Pro Sieben Sat1 ist auch unter dem Strich mit schwarzen Zahlen ins Jahr 2004 gestartet. Für das Gesamtjahr stellt das Medienunternehmen trotz des nach wie vor schwachen Werbeumfelds steigende Gewinne und die Marktführerschaft in Aussicht.

HB MÜNCHEN. „Ich verspreche Ihnen, alles zu tun, damit die Gruppe in Zukunft noch stärker wird“, sagte der erst seit wenigen Wochen amtierende Konzernchef Guillaume de Posch am Freitag auf der Hauptversammlung in München. „Wir werden uns im Geschäftsjahr 2004 darauf konzentrieren, das Ebitda und das Vorsteuerergebnis der Pro Sieben Sat1-Gruppe zu verbessern - auch wenn wir nicht davon ausgehen, dass der Markt wächst.“ Pro Sieben Sat1 mit den Sendern ProSieben, Sat.1, Kabel 1 und N24 wolle die Führungsrolle im Zuschauer- und TV-Werbemarkt einzunehmen. Das erste Quartal habe sich positiv entwickelt, allerdings dürfe der Verlauf nicht auf das Gesamtjahr hochgerechnet werden.

Die im MDax gelistete Pro Sieben Sat1-Vorzugsaktie notierte gegen Mittag in einem praktisch unveränderten Markt mit 16,00 € leicht im Minus. Seit dem Einstieg des US-Investors Haim Saban im Sommer 2003 konnte das Papier stetig zulegen und hat binnen eines Jahres seinen Wert in etwa vervierfacht.

Pro Sieben Sat1 hat in den letzten Wochen ein umfangreiches Refinanzierungspakt geschnürrt und in diesem Zuge über eine Kapitalerhöhung 282 Mill. € eingenommen. Bis zum 12. Mai läuft der Rückkauf einer Anleihe über 338 Mill. €, wobei nach Worten von Finanzchef Lothar Lanz bereits rund 290 Mill. € eingereicht wurden. Pro Sieben Sat1 hat zudem den Abschluss eines neuen Konsortialkredits von 475 Mill. € sowie einen neuen Bond über 150 Mill. € angekündigt.

All diese Maßnahmen sollen dazu dienen, bis Jahresende die Verschuldung auf unter 400 (Ende 2003: 676) Mill. € zu drücken und somit die Bewertung durch die Rating-Agenturen zu verbessern. Dies würde die Refinanzierungskosten verringern.

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