Ziele nur knapp erreicht
Premiere: Hacker-Angriff hat gebremst

Ein Hacker-Angriff hat nach Angaben von Premiere das Wachstum des Bezahlsenders gebremst. Auch die Zahl der Abonnenten stieg nicht so wie erhofft.

dpa-afx MÜNCHEN. Im Ausland produzierte, modifizierte Receiver würden im großen Umfang in Deutschland verkauft, teilte die Premiere AG am Mittwoch in München mit. "Dies hat seit dem Weihnachtsgeschäft auch Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf und das Wachstum von Premiere." Dennoch sind nach Einschätzung des Unternehmens die Ziele für 2007 erreicht worden. Der Bezahlsender will nun in den kommenden Monaten neue Smartcards an seine Kunden verschicken, um die Sicherheitslücke zu schließen.

Beim Umsatz erreichte der Konzern seine jüngsten Ziele im vergangenen Jahr nur knapp. Die Erlöse gingen laut vorläufigen Zahlen von 1,055 Mrd. Euro auf 984,5 Mill. Euro zurück. Im November hatte Premiere Erlöse in Höhe von einer Milliarde Euro angekündigt. Ursprünglich hatte der Konzern einen Umsatz in Höhe von bis zu 1,1 Mrd. Euro prognostiziert, dies aber im Lauf des Jahres relativiert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag mit 83,4 Mill. Euro (Vorjahr: 47,9) im Rahmen der letzten Erwartungen.

Premiere war immer wieder das Ziel von Hackern, die versucht haben, die Verschlüsselungstechnologien zu knacken. Diesmal handelt es sich aber offenbar um einen schwerwiegenderen Fall, da Premiere explizit von wirtschaftlichen Auswirkungen spricht. "Wir hätten sicherlich noch besser abgeschnitten", sagte ein Premiere -Sprecher. Die Zahl der Abonnenten lag Ende 2007 bei 4,279 Millionen. Davon waren 3,651 direkt bei Premiere unter Vertrag, hinzu kamen über Arena und Unitymedia noch einmal 628 000 indirekte Kunden. Ursprünglich hatte Premiere auf insgesamt 4,4 Mill. Abonnenten zum Jahresende gehofft.

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