Zu geringes Kaufangebot: Telekom Austrias Balkanträume drohen zu platzen

Zu geringes Kaufangebot
Telekom Austrias Balkanträume drohen zu platzen

Telekom Austrias Balkan-Expansion droht ein herber Rückschlag: Der österreichische Telefonkonzern bietet für Serbiens staatliche Telekom Srbija 950 Millionen Euro. Dem dortigen Regierungschef ist das aber zu wenig.
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Wien/BelgradDer Traum der Telekom Austria, zur Nummer Eins der Telekom-Branche am Balkan aufzusteigen, droht zu platzen. Serbiens Ministerpräsident Mirko Cvetkovic erklärte, seine Regierung wolle die Mehrheit an der staatlichen Telekom Srbija nicht für weniger als 1,4 Milliarden Euro verkaufen.

Letztlich muss das eine Bewertungskommission noch bis Ende der Woche entscheiden, doch für Telekom Austria zeichnet sich damit ein herber Rückschlag ab: Der Wiener Konzern hatte am Montag als einziges Unternehmen ein Angebot für das 51-Prozent-Paket abgegeben, will aber nicht mehr als 950 Millionen Euro auf den Tisch legen.

Das Angebot aus Österreich liegt damit weit unter dem von den Serben erhofften Preis. Die Regierung wollte mit den erhofften Geldern Infrastrukturbauten finanzieren. Zudem knüpfte Telekom Austria ihr Gebot an Bedingungen - so wollten sie etwa ihre eigene Mobilfunktochter in Serbien nicht abgeben.

Ein Zusammenschluss von Telekom Sbrija, mit 58 Prozent lokaler Marktführer im Mobilfunk, und der TA-Tochter mit 13 Prozent Marktanteil stünde aber auch noch unter Vorbehalt der Wettbewerbshüter. Die Konkurrenz - France Telecom , Orascom und Turkcell sowie Finanzinvestoren - war bereits abgesprungen. Ihnen dürfte der verlangte Preis zu hoch gewesen sein, wie Analysten erklärten.

Auch die Deutsche Telekom, die lange als Favorit galt, bot nicht mit. Der Bonner Konzern hatte sich erst am Wochenende mit dem Verkauf der US-Tochter T-Mobile aus einem Auslandsmarkt zurückgezogen.

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