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Zu hohe Lizenzgebühren: Microsoft friert Pläne für Internet-Abo-TV ein

Nach intensiven Verhandlungen liegen die Pläne für das Internet-Abo-Fernsehen des US-Computerkonzerns nun auf Eis. Grund sind offenbar die Lizenzkosten, so ein Medienvertreter. Microsoft selbst bezog noch nicht Stellung.

Mit dem Internet-Abo-Fernsehen „Microsoft TV“ wollte der US-Konzern auch laufende Sendungen und Live-Übertragungen ausstrahlen. Quelle: AFP
Mit dem Internet-Abo-Fernsehen „Microsoft TV“ wollte der US-Konzern auch laufende Sendungen und Live-Übertragungen ausstrahlen. Quelle: AFP

New YorkWenige Monate vor dem geplanten Start seines Internet-Abo-Fernsehens zieht der US-Computerkonzern Microsoft nach Reuters-Informationen bei dem Projekt den Stecker. Die Gespräche mit Medienkonzernen über Lizenzen für Fernsehsendungen und Filme seien auf Eis gelegt worden, sagten mit den Verhandlungen vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Jahr lang seien intensiv Gespräche geführt worden. Doch schließlich habe Microsoft entschieden, dass die Lizenzkosten nicht dem Geschäftsmodell des Konzern entsprächen, sagte ein hochrangiger Medienvertreter. Microsoft lehnte eine Stellungnahme ab.

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Mit Microsoft TV wollte der Computerriese gegen eine monatliche Gebühr Programmalternativen zu lokalen Fernsehsendern und Satellitenkanälen anbieten. Dabei hatte Microsoft ein Geschäftsmodell ähnlich wie die Onlinevideothek Netflix im Blick. Doch Microsoft wollte auch aktuell im Fernsehen laufende Sendungen und Live-Übertragungen ausstrahlen, was die Lizenzgebühren in die Höhe getrieben haben dürfte. Auch der Internetkonzern Google und das Online-Kaufhaus Amazon haben das 100 Milliarden Dollar schwere US-Kabel-Fernsehgeschäft ins Visier genommen. Dieses wird bisher von Branchengrößen wie Comcast und DirecTV sowie von Unterhaltungskonzernen wie Walt Disney und Time Warner dominiert.

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