Zukäufe geplant
Vodafone hebt Prognose an

Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone hat nach einem soliden ersten Halbjahr den Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr angehoben und damit die Anleger begeistert. Die Vodafone-Aktie legte am Dienstag zeitweise um mehr als vier Prozent zu und zog auch Konkurrenzwerte wie die Titel der Deutschen Telekom mit.

HB LONDON/DÜSSELDORF. Dank kräftiger Zuwachsraten in Schwellenländern und einem stabilen Wachstum im schwierigen europäischen Markt rechnet Vodafone nun für das Geschäftsjahr 2007/08 (per Ende März) mit einem operativen Gewinn zwischen 9,5 und 9,9 Mrd. Pfund (etwa 13,5 bis 14 Mrd. Euro) statt 9,3 bis 9,8 Mrd. Pfund, kündigte der Konzern am Dienstag an. Der Umsatz soll zwischen 34,5 und 35,1 Mrd. Pfund statt bislang 33,3 bis 34,1 Mrd. Pfund betragen.

Vodafone-Chef Arun Sarin kündigte an, nach weiteren Zukaufmöglichkeiten in Asien, Afrika und Zentral- sowie Osteuropa Ausschau zu halten, ohne jedoch Details zu nennen. Vodafone soll Medienberichten zufolge Interesse an einem Einstieg bei der Mobilfunksparte von Telekom Malaysia haben und hat seinen Hut für die zweite Mobilfunklizenz in Qatar in den Ring geworfen. Zudem hofft der Konzern darauf, seine 50-prozentige Beteiligung am afrikanischen Mobilfunkunternehmen Vodacom ausbauen zu können.

Im ersten Halbjahr konnte sich Vodafone auf kräftige Zuwachsraten in Indien, der Türkei, Ägypten und Südafrika stützen. Am deutschen Markt belasteten abermals der Preiswettbewerb und regulatorische Gebührensenkungen den Umsatz. Auch in Italien müsste der Mobilfunkgigant Rückgänge hinnehmen. Dank guter Zuwächse in Spanien und am Heimatmarkt kam Vodafone jedoch insgesamt im schwierigen europäischen Markt auf ein Wachstum von zwei Prozent. Konzernweit erzielte Vodafone nach sechs Monaten einen Umsatz von 17 Mrd. Pfund, ein Plus von neun Prozent zum Vorjahreszeitraum. Dabei betrug das organische Wachstum 4,4 Prozent. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) erzielte Vodafone einen Gewinn von 6,6 Mrd. Euro, etwas mehr als Analysten im Durchschnitt erwartet hatten.

In Deutschland gewann Vodafone im abgelaufenen Quartal mehr Kunden als die Konkurrenz. Von Juli bis September seien 923 000 Kunden dazugekommen, sagte Vodafone-Deutschland-Chef Friedrich Joussen. T-Mobile gewann 142 000 neue Kunden, die kleineren Anbieter E-Plus und o2 Germany zählten 547 000 und 610 000 neue Nutzer. Joussen machte unter anderem das gute Prepaid-Geschäft dafür verantwortlich. Die Kundengewinnungskosten seien dabei nicht gestiegen.

Der Preiswettbewerb sowie die vom Regulierer verlangten Gebührensenkungen machten aber auch Vodafone zu schaffen. Im ersten Halbjahr sank der Umsatz um 5,7 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) ging 8,3 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro zurück. Mit 43,4 Prozent Umsatzrendite liegt Vodafone damit weiter an der Spitze im deutschen Mobilfunk.

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