Zukäufe in den kommenden Jahren geplant
Infineon setzt zum Umsatzsprung an

Der Münchener Chiphersteller Infineon will in den nächsten fünf Jahren den Umsatz verdreifachen. Wie das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfuhr, sollen die Einnahmen bis 2008 nach interner Planung auf 16 bis 20 Mrd. Euro steigen. Für 2003 rechnen Analysten mit rund 6 Mrd. Euro Umsatz. Ein Unternehmenssprecher wollte die Angaben gestern nicht kommentieren.

HB MÜNCHEN. Analysten sind allerdings skeptisch, ob solch ein Umsatzsprung gelingen kann. "Dazu müsste Infineon auf Einkaufstour gehen", sagte Oliver Wojahn von der Hamburger Berenberg Bank. Infineon will das Wachstum unter anderem durch den Ausbau der Produktpalette erreichen. So sollen etwa künftig komplette Sets für Handys inklusive Software angeboten werden. Gleichzeitig wird das Geschäft mit Speicherchips forciert. Allein in China will Infineon-Chef Ulrich Schumacher den Marktanteil verdoppeln.

Nach Worten von Konzernchef Ulrich Schumacher bereitet sich der Chiphersteller für die kommenden Jahre bereits auf kleinere Zukäufe vor. In den kommenden zwei bis drei Jahren werde es zahlreiche Gelegenheiten für Zukäufe geben, sagte Schumacher der „Financial Times Deutschland“. „Wir wollen bedeutende Cash-Reserven aufbauen, um darauf vorbereitet zu sein.“ Infineon wolle vor allem in Unternehmen investieren, die das eigene Portfolio ergänzten. „Aber ich will auch nicht ausschließen, komplette zusätzliche Geschäfte zu kaufen.“ Es werde sich aber nicht um milliardenschwere Übernahmen handeln. In den USA wolle Infineon seinen Marktanteil im Geschäft mit Telekomunternehmen ausweiten.

Infineon-Chef Schumacher hatte erst vergangene Woche erklärt, der hohe Liquiditätsbestand des sechstgrößten Halbleiterkonzerns der Welt könnte auch für Zukäufe verwendet werden. Dabei werde es Infineon darum gehen, etwa neue Technologien zu erwerben, oder sein vorhandenes Produkt-Portfolio zu erweitern. Infineon verfügt momentan über bare Mittel von rund 2,5 Mrd. €.

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