Zukunft der verlustreichen IT-Sparte SBS bleibt unklar
Siemens lässt viele Fragen offen

Das Rätselraten über die künftige Entwicklung der angeschlagenen IT-Dienstleistungssparte SBS von Siemens geht weiter. Die Zeit drängt, denn der ganze Konzern leidet.

jojo MÜNCHEN. Siemens-Chef Klaus Kleinfeld ließ am Donnerstagmorgen vor Journalisten in München offen, ob er das hoch defizitäre Geschäft im Konzern behalten will, oder ob ein Verkauf ansteht. Kleinfeld betonte, Siemens wolle in jedem Fall verhindern, die Kunden und Mitarbeiter zu verunsichern. Dies war im Frühjahr geschehen, nachdem der Manager angekündigt hatte, sich vom verlustträchtigen Handy-Geschäft zu trennen. Daraufhin lagen Siemens-Handys wie Blei in den Regalen.

Fest steht bislang nur, dass Siemens bei SBS den Rotstift ansetzt. „Die operative Verbesserung ist unabhängig von der strategischen Weiterentwicklung“, betonte Kleinfeld heute. Alleine in Deutschland müssen deshalb 2400 Leute gehen. Weltweit sollen die Kosten bis 2007 um rund 1,5 Mrd. Euro sinken.

Die Zeit drängt, denn SBS schreibt tief rote Zahlen. In dem am 30. September zu Ende gegangenen Geschäftsjahr musste die Sparte einen Verlust von 690 Mill. Euro hinnehmen. Schon in den Jahren zuvor hatte SBS seine Gewinnziele regelmäßig verfehlt.

Kleinfeld steht mächtig unter Druck, denn SBS ist nicht die einzige Baustelle in dem Technologiekonzern. Auch das Telekommunikationsgeschäft läuft nur schleppend. So hat das Unternehmen bei einem Umsatz von 22,1 Mrd. Euro im vierten Quartal unterm Strich nur 77 Mill. Euro verdient – so wenig wie schon seit Jahren nicht mehr. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der Quartalsgewinn noch bei 654 Mill. Euro.

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