27.02.2006

Neuausrichtung des Konzern: Zukunft von HP ist klein und mobil

Hewlett Packard richtet seine PC-Sparte auf mobile Endgeräte aus. Denn anders als Desktop-Computer boomen Notebooks und deren kleinere Anverwandte. Speziell bei den Taschencomputern sieht das Unternehmen große Chancen für sich.

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von Thomas Nonnast
Handhelds wie dieser iPaq HW 6900 eignen sich unter anderem als Navigationsgerät. Foto: HerstellerLupe

Handhelds wie dieser iPaq HW 6900 eignen sich unter anderem als Navigationsgerät. Foto: Hersteller

PALO ALTO. „Wir werden im Desktop-Geschäft weiter aggressiv in den Wettbewerb gehen, aber bei Innovationen und neuen Technologien konzentriert sich HP künftig auf die mobile Welt“, sagte Todd Bradley, Executive Vice President des nach Dell weltweit zweitgrößten PC-Herstellers, dem Handelsblatt.

Derzeit macht HP die Hälfte seines rund 30 Mrd. Dollar PC-Umsatzes mit klassischen Desktop-Geräten. Doch dieser Markt wächst kaum noch. „Das Desktop-Geschäft ist ein sehr großer, aber gleichzeitig sehr reifer Markt“, sagte Bradley. Neben dem boomenden Geschäft mit Notebooks will Bradley deshalb das Geschäft mit transportablen Kleincomputern, PDAs (Personal Digital Assistant) und Smartphones massiv ausbauen.

Zwar machen solche „Handheld“ genannten Computer heute gerade einmal 3 Prozent des PC-Umsatzes von HP aus, doch Bradley hat den Bereich vor wenigen Tagen als eigenen Geschäftsbereich verselbstständigt und stellt ihn damit intern auf eine Stufe mit Notebooks und Desktop-PCs.

Experten rechnen für das laufende Jahr mit einem Absatz von 14 Millionen Handhelds. Nach Rim und Palm ist HP der drittgrößte Handheld-Anbieter. Unterdessen ist Marktführer RIM in einen Patentstreit um den E-Mail-Dienst „Blackberry“ verwickelt, der zur Einstellung des Dienstes führen könnte. Am Freitag entschied ein Gericht, dass Rim vorläufig weitermachen darf.

Bradley geht davon aus, dass vor allem bei Unternehmenskunden die Nachfrage nach den leistungsstarken Taschencomputern steigen wird: „Heute werden Handhelds noch für E-Mails genutzt. Doch mit steigenden Bandbreiten der mobilen Datenübertragung werden mehr und mehr Anwendungen auf Handhelds laufen.“

Lesen Sie weiter auf Seite 2: HP verdient wieder richtig Geld mit Computern.

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