Zulieferer für Handyhersteller profitiert von weltweitem Anstieg der Nachfrage
Balda will Produktionsanlagen teilweise nach Ungarn verlegen

Der Mobiltelefonzulieferer Balda AG erwägt, einen Teil seiner Produktionsanlagen nach Ungarn zu verlagern und so die Kosten zu senken. „Die Handyhersteller gehen mit ihren Preisen runter und erhöhen den Druck auf die Zulieferer. Da muss man sehen, wie man darauf antworten kann“, sagte Balda-Finanzvorstand Volker Brinkmann dem Handelsblatt.

slo DÜSSELDORF. „Wir wollen daher eine von drei Lackieranlagen, die wir derzeit in Deutschland haben, nach Ungarn verlegen.“ Dieser Schritt sei für die nächsten sechs bis zwölf Monate vorgesehen.

Balda ist weltweit zweitgrößter Hersteller von Kunststoffkomponenten für die Handybranche – nach der finnischen Perlos. Das Unternehmen aus Ostwestfalen legte bislang ein starkes Wachstum vor: Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 45 Prozent auf 158 Mill. Euro und der operative Gewinn verdoppelte sich auf 17,3 Mill. Euro. Daraufhin erhöhte Balda seine Prognose für das Gesamtjahr.

Der Handyzulieferer hat jetzt schon Produktionsanlagen im Ausland: in Ungarn, China, Malaysia sowie in Brasilien. Demnächst ist ein zusätzliches Werk in China sowie eines in Mexiko geplant. „Wir müssen näher an unsere Kunden ran“, sagte Brinkmann, „von unserem Werk in Schanghai können wir aber beispielsweise Nokia in China nicht erreichen, daher brauchen wir einen Standort in Peking.“

Von den fünf größten Handyherstellern sind Nokia, Motorola, Siemens und Sony Ericsson bisher schon Balda-Kunden.



Nach Einschätzung von Analysten ist es Balda bisher sehr gut gelungen, seine Kundenbasis auszuweiten und von dem Wachstum des Handymarktes zu profitieren. Daher erwartet Nicolas von Stackelberg, Analyst bei Sal. Oppenheim, auch für 2005 zweistellige Zuwachsraten für das Unternehmen. Als Gefahr der Expansion ins Ausland sieht er aber unter anderem das künftig stärkere Währungsrisiko.

Balda macht knapp 90 Prozent seiner Umsätze mit Handyherstellern. Zudem beliefert das Unternehmen die Automobil- und Medizinbranche mit Folien und Kunststoffverpackungen.

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