Zunächst Konzentration auf das „Machbare“
Obermann vertagt Umbau der Telekom

Der neue Telekom-Chef René Obermann scheut einen raschen Umbau des Konzerns. Wie das Handelsblatt aus dem Konzernumfeld erfahren hat, will Obermann die drei Sparten Festnetz, Mobilfunk und Geschäftskunden zumindest für eine Übergangszeit beibehalten.

DÜSSELDORF. Obermann konzentriere sich mit einer neuen Mannschaft auf das „Machbare“, heißt es in Unternehmenskreisen. Langfristig wolle der neue Vorstandsvorsitzende aber sehr wohl die organisatorische Trennung zwischen Festnetz und Mobilfunk beenden. Ein solcher Umbau würde die Telekom jetzt aber zu sehr lähmen.

Am kommenden Dienstag präsentiert Obermann dem Aufsichtsrat eine neue Führungsmannschaft. Nach Informationen des Handelsblatts soll Timotheus Höttges Chef der Festnetzsparte T-Com werden und dort Walter Raizner ablösen. Raizner wird für den Verlust von gut 1,5 Millionen Kunden in den ersten neun Monaten dieses Jahres verantwortlich gemacht. Höttges war bislang Vertriebsvorstand der Mobilfunksparte T-Mobile. Der enge Vertraute von Obermann soll künftig auch die Zusammenarbeit zwischen den zum Teil konkurrierenden Sparten Festnetz und Mobilfunk verbessern.

Nachfolger von Obermann als T-Mobile-Chef soll Hamid Akhavan werden, bisher Technikchef der Mobilfunktochter und seit kurzem zudem CTO des Konzerns. Auch Robert Dotson, Leiter von T-Mobile USA, dem einzigen Wachstumstreiber der Telekom, erhält den Rang eines Konzernvorstands.

Sandra Louven
Sandra Louven
Handelsblatt / Korrespondentin in Madrid
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