Zur Jahresmitte
Medienmogul Murdoch spaltet News Corp auf

Das Medienimperiums von Rupert Murdoch bricht auseinander: Ende Juni wird seine News Corporation in zwei Unternehmen aufgespalten. Doch Murdoch weiß seine Macht zu erhalten – dafür hat er vorgesorgt.
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New York/Los AngelesDie Tage des bisherigen Medienimperiums von Rupert Murdoch sind gezählt: Am 28. Juni soll die seit Monaten vorbereitete Aufspaltung seiner News Corporation über die Bühne gehen.

Die Fernsehsender und Filmaktivitäten laufen dann unter dem Namen 21st Century Fox. Die Verlagssparte mit dem Flaggschiff „Wall Street Journal“ oder den britischen Zeitungen „Times“ und „Sun“ wird den alten Firmennamen weiterführen. Beide sollen an der Börse mit unterschiedlichen Tickersymbolen gehandelt werden.

Es entstünden zwei führende Unternehmen in ihren Branchen, erklärte Murdoch am Freitag am Sitz in New York. Zuvor hatte der Verwaltungsrat der Aufspaltung seinen offiziellen Segen gegeben. Das war allerdings reine Formsache: Der Altmeister des Mediengewerbes ist nicht nur Chef, sondern auch Hauptaktionär des Konglomerats.

Hintergrund der Aufspaltung sind der Abhörskandal um die eingestellte britische Sonntagszeitung „News of the World“ sowie die eingetrübten Aussichten für Printpublikationen. Dagegen läuft das Fernsehgeschäft, zu dem auch Sky Deutschland gehört, prächtig. Murdochs Macht wird durch die Aufspaltung nicht beschnitten: Er wird den größeren Fernsehzweig als Chef führen und als Vorsitzender des Verwaltungsrats auch die Geschicke der Verlagssparte bestimmen.

Der Vorstand beschloss am Freitag zudem einen Schutzplan für seine Aktionäre, mit dem in der Phase direkt nach der Trennung eine feindliche Übernahme verhindert werden soll. Der Plan, „Giftpille“ genannt, wird es jedem Investor erschweren, mehr als 15 Prozent der stimmberechtigten Anteile von jeder der beiden neuen Firmen bis zu einem Jahr nach der Spaltung zu kaufen. Das wird erreicht, indem den Altaktionären die Möglichkeit gegeben wird, Aktien zum halben Preis zu kaufen, wenn die 15-Prozent-Schwelle erreicht ist.

Das wiederum ermöglicht dem Unternehmensgründer Rupert Murdoch, weiter Aktien hinzuzukaufen, um mit 40 Prozent der stimmberechtigten Anteile seine Kontrolle über beide neue Unternehmen zu behalten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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