Zusammenarbeit bei Flash-Speicherchips angeboten
AMD dient sich Infineon an

Der US-Chipkonzern AMD und ewige Intel-Verfolger hat sich Infineon als Kooperationspartner bei Flash-Speicherchips angeboten. Diese Chips werden vor allem in Digitalkameras und MP3-Spielern zur Aufzeichung der Daten eingesetzt.

HB MÜNCHEN. „Eine Kooperation in diesem Bereich ist meiner Meinung nach sogar sehr gut möglich“, sagte AMD-Chef Héctor Ruiz der „Süddeutschen Zeitung“ vom Dienstag. „Auch schon deshalb, weil wir beide viele Ressourcen in Dresden haben, wäre das eine attraktive Sache.“ Ruiz ließ offen, ob es bereits Gespräche mit Infineon gebe. Ein Infineon-Sprecher sagte, in der Branche rede man immer miteinander.

Im Juni waren Infineon-Pläne bekannt geworden, die Speicherchip-Sparte an die Börse zu bringen. Sie erwirtschaftet rund 40 Prozent des gesamten Umsatzes im Konzern. Allerdings hat das Geschäftsfeld in den vergangenen Jahren zum Teil hohe Verluste eingefahren. Zudem gilt der Markt als sehr schwankend.

Die Börsenpläne liegen jedoch seit Bekanntwerden der Schmiergeld-Vorwürfe gegen den für die Speicherchip-Sparte zuständigen Konzernvorstand Andreas von Zitzewitz im Juli auf Eis. Ein Infineon-Aufsichtsratsmitglied sagte der "Süddeutschen Zeitung“, es noch sei nicht entschieden, ob für die Sparte eine Kooperation, ein Komplettverkauf oder ein Börsengang angestrebt werde. Vorstandschef Wolfgang Ziebart hatte einen raschen Börsengang zuletzt allerdings ausgeschlossen.

Infineon und AMD produzieren bereits gemeinsam so genannte Wafer. Wafer sind kreisrunde Scheiben, auf denen Chips und andere Bauteile hergestellt werden. Die Fabrik soll aber abgestoßen werden. Wie die Zeitung weiter berichtet, sind die Verhandlungen zum Verkauf des Werkes in München-Perlach wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen ins Stocken geraten, befänden sich aber in der entscheidenden Phase. Der Kaufinteressent soll ein deutsches Unternehmen sein.

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