Zusammenarbeit mit chinesischem Unternehmen wird ausgebaut
Ramaxel erhält Drams von Infineon

Der Münchener Chiphersteller Infineon wird bevorzugter Lieferant von Ramaxel und baut somit seine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Anbieter von Speicherchip-Modulen aus.

HB MÜNCHEN. „Das kumulierte Umsatzpotenzial wird langfristig auf bis zu 300 Millionen US-Dollar geschätzt“, teilte Ramaxel am Freitag in Shanghai mit. Ein Infineon-Sprecher bestätigte die Vereinbarung und ergänzte, sie habe eine Laufzeit von fünf Jahren. Die Infineon-Aktie konnte von der Nachricht etwas profitieren und notierte nach vorherigen leichten Verlusten auf dem Vortagesschlusskurs von 12,65 Euro. Der Deutsche Aktienindex Dax legte zur gleichen Zeit 0,6 Prozent zu. Reuters hatte bereits im Oktober berichtet, eine Einigung mit Ramaxel über eine vertiefte Zusammenarbeit stehe bevor.

Die Vereinbarung ermögliche beiden Unternehmen eine größere Vorhersagbarkeit und Planungseffizienz im Geschäft mit Speicherchips (Drams), hieß es in der Mitteilung von Ramaxel weiter. Auch die Steuerung des Produktmixes werde dadurch vereinfacht. Infineon-Dram-Bereichsschef Harald Eggers bekräftigte, der Münchener Konzern wolle innerhalb der nächsten fünf Jahre seinen Marktanteil in China auf zehn Prozent verdoppeln.

Im chinesischen Dram-Markt will Infineon seinen Anteil sogar auf 40 Prozent steigern, letzten Angaben von iSupply zufolge lag er im dritten Quartal bei 17,6 Prozent. Mit einer der größten Konkurrenten ist dabei der südkoreanische Anbieter Hynix. Durch die vertiefte Zusammenarbeit mit Ramaxel dürfte Infineon auch seine Absatzmöglichkeiten in Asien ausweiten. So hatte es in der Vergangenheit in Branchenkreisen geheißen, über Ramaxel erhalte Infineon möglicherweise auch Aufträge des PC-Herstellers Legend und anderer großer Computer-Produzenten.

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