Zwei Investorengruppen haben Milliardengebote für Mobilfunktochter des italienischen Energiekonzerns Enel abgegeben
Um Wind entbrennt ein Bieterkampf

Der Kampf um das italienische Telekomunternehmen Wind geht in eine neue Runde. Zwei Finanzinvestorengruppen haben nach Angaben der New York Times neue Gebote für die Tochter des staatlich kontrollierten Energiekonzerns Enel abgegeben.

sfu/tmo DÜSSELDORF/NEW YORK. Frühere Angebote hatte Enel-Chef Paolo Scaroni mehrfach als zu niedrig abgelehnt. Deshalb hatte er bisher einem Börsengang der Telekomtochter den Vorzug gegeben.

Laut „New York Times“ bietet nun eines der beiden Konsortien unter der Führung der privaten Kapitalgesellschaft Blackstone 11,5 Mrd. Euro für etwa drei Viertel der Anteile am drittgrößten italienischen Mobilfunkkonzern und zweitgrößten Festnetzbetreiber des Landes. Amerikanische Private-Equity-Kreise wollten diesen Wert gestern nicht bestätigen. Die Private-Equity-Gruppe Permira sowie die Großbank Goldman Sachs gehörten aber auf jeden Fall zur Bietergruppe, hieß es. Weniger klar sei, ob Providence Equity Partners sich beteiligt. Zum zweiten Konsortium gehören der Chef des ägyptischen Telefondienstleisters Orascom, Naguib Sawiris, der amerikanische Finanzier Wilbur Ross und ein französischer Investor. Die Gruppe nennt sich „Weather Investment“.

Nach Einschätzung des Enel-Vorstands ist Wind insgesamt rund 13 Milliarden Euro wert. Das entspricht in etwa den Mitteln, die Enel in den vergangenen fünf Jahren für den Auf- und Ausbau der Mobil- und Festnetze sowie für Akquisitionen aufgewendet hat. 6,7 Mrd. Euro davon sind Fremdkapital.

Enel will sich in Zukunft ganz auf das Energiegeschäft konzentrieren und sucht seit Monaten eine Lösung für die Telekomtochter. Zwischen 25 und 30 Prozent der Wind-Anteile will der Energiekonzern aber auf jeden Fall behalten.

Spätestens bis Ende April muss das Enel-Management nach Vorgaben des Verwaltungsrats Vorschläge für den Verkauf vorlegen. Sowohl die Investorengruppe rund um Blackstone als auch die Beteiligten an Weather Investment hatten schon in der Vergangenheit Gebote für Wind-Anteile abgegeben.

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