Zwei Jahre nach Steve Jobs' Tod

Apple lebt weiter

Vor zwei Jahren starb der legendäre Apple-Gründer Steve Jobs an den Folgen einer Krebserkrankung. Seine rechte Hand Tim Cook übernahm die Führung der Firma – und kann es bis heute vielen nicht recht machen.
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Steve Jobs bei der Präsentation des iPad im Janaur 2010: Apple lebte auch ohne ihn weiter. Quelle: dapd

Steve Jobs bei der Präsentation des iPad im Janaur 2010: Apple lebte auch ohne ihn weiter.

(Foto: dapd)

New YorkLarry Ellison sieht schwarz für Apple. Der schwerreiche Chef des Software-Konzerns Oracle wurde jüngst in einem Fernsehinterview gefragt, was mit dem iPhone-Konzern geschehen werde, nachdem Firmengründer Steve Jobs gestorben ist. „Nun, wir wissen das doch schon“, antwortete Ellison. „Wir haben Apple ohne Steve Jobs erlebt.“ Er zeichnete mit der Hand eine Kurve, die nach unten führt. „Ich sage es öffentlich: Er ist unersetzlich. ... Sie werden nicht einmal annäherungsweise so erfolgreich sein, jetzt wo er weg ist.“

Worauf Ellison anspielt, ist die Zeit von 1985 bis 1996. Damals musste Jobs nach einem Machtkampf den Computerbauer verlassen. Fast wäre Apple dann unter Managementfehlern und der Übermacht der Windows-PC zerbrochen. Gerade noch rechtzeitig übernahm Jobs wieder das Ruder und sorgte mit Erfolgsprodukten wie dem Designcomputer iMac, und dem Musikspieler iPod für ein Comeback. Später folgten das iPhone-Handy und das iPad-Tablet.

Vor zwei Jahren, am 5. Oktober 2011, starb Steve Jobs nach einer langen Krebserkrankung. „Er war 25 Jahre lang mein bester Freund“, sagte Ellison, der wie Jobs eine der großen Persönlichkeiten des Silicon Valley ist. „Er war brilliant. Er war unser Edison, er war unser Picasso, er war ein unglaublicher Erfinder.“ Der Multimilliardär kann keinen ebenbürtigen Nachfolger bei Apple erkennen. „Ich mag Tim Cook, es gibt viele talentierte Leute dort, aber Steve kann man nicht ersetzen.“

Seit seinem Amtsantritt muss sich der neue Apple-Chef Tim Cook an seinem legendären Vorgänger messen lassen. Und viele Apple-Fans und Investoren denken ähnlich wie Larry Ellison, dass es unter der neuen Nummer eins abwärtsgeht. Als Belege werden Fehlschläge wie der lückenhaft gestartete Kartendienst herangezogen oder der Aktienkurs, der etwa ein Drittel unter seinem Allzeithoch steht.

Aktien-Allzeithoch unter Cook
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6 Kommentare zu "Zwei Jahre nach Steve Jobs' Tod: Apple lebt weiter"

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  • Microsoft als APPLE-Erbe? Hab' ich da was falsch verstanden? Eher steigt Bayern München aus der Bundesliga ab ;–)

  • Der Riese wird wohl kaum stolpern.
    Allerdings ordnet sich bei Apple die technische Innovation schon dem alles bestimmenden Diktat des Designs und der Bauart (nicht reparabel) unter.
    Der Blick auf den Aktienkurs ersetzt die Vision.
    Apple´s Entwicklung, oder sagen wir besser, Apple´s Weigerung der Entwicklung Ihres Mac Pro Segments, ist wie der Abschied eines Premium-Autoherstellers aus der Formel Eins.
    Die Richtung ist eindeutig, Apple will lieber VW sein als Ferrari.
    VW sein ist natürlich toll, wenn man das hinbekommt!

    Allerdings werden Fehler im schnellebigen Technologiemarkt sehr brutal und schnell abgestraft. Ein kapitaler Bock und man ist nicht VW sondern Opel.

    Egal wie, am Ende dieses Weges gibt´s sowieso nur eins, Preise `runter.

  • @ Kenrik:

    Ich stimme Ihnen in allen Punkten voll zu.
    *
    Derzeit verdient Apple noch mit seinem legendären Ruf "etwas Besonderes" anbieten zu können sein Geld. Das dies, zumindest was die Smartphone Branche angeht, nicht mehr stimmt, sieht man an der "Übermacht" von Samsung und dem Android System.
    *
    Samsung baut hervorragende Smartphones zu deutlich besseren Preisen als Apple. Andriod ist 3x stärker verbreitet als das Betriebssystem von Apple ... und die meisten (wichtigen) Apps sind bei Android kostenlos!

  • Bei Apples aktueller Marktmacht ist auch nicht zu erwarten, dass Apple von Heute auf Morgen in der Bedeutungslosigkeit verschwindet - dafür ist der Kundenstammen und dessen Glaube an die Marke noch zu stark.
    Jedoch hat Apple diese Position durch ständige große und kleine Revolutionen erreicht. Mit aktuellen Apple-Produkten konnte man sich sicher sein, immer das (vermeintlich) beste Produkt auf dem Markt zu besitzen.
    Im Moment mag Apple noch von seinen Früchten der letzten Jahre zehren, aber wie lange noch? Irgendwann werden selbst die treuesten Apple-Jünger sich schwer tun, einen verhältnismäßig hohen Preis für ein inkrementelles Update zu zahlen. Zumal andere Hersteller aus den Erfolgen von Apple gelernt haben und Firmen wie Google und Microsoft nur zu gerne das Erbe von Apple antreten würden.
    Zusammengefasst glaube ich, dass Apples Position und Beliebtheit direkt an die revolutionären Neuerungen gekoppelt ist und jeder der die Firma etwas kennt weiß, wie diese entstanden. Wenn Apple in nächster Zeit nicht ein neues "One more thing" hervorbringt, wird der Apple-Hype/Apple-Glaube ebenso wie einer der größten Persönlichkeiten unseres Jahrhunderts zu Grabe getragen.

  • Keiner kann heute was Jesus konnte. Aber der Glaube lebt heute noch;–)

  • Keiner wird so sein wie Steve Jobs. Höchstens wenn man ihn klont. Wird wohl erst einmal nicht passieren.

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