Zwei Milliarden Dollar angepeilt
Motorola-Chipsparte soll an die Börse

Der weltweit zweitgrößte Handyhersteller Motorola will seine Halbleitersparte als börsennotiertes Unternehmen abspalten und dadurch bis zu zwei Milliarden Dollar am Kapitalmarkt aufnehmen.

HB CHICAGO. Das geht aus einer Mitteilung hervor, den die Chiptochter SPS Spinco am Mittwoch bei der US-Börsenaufsicht SEC einreichte. Darin wurden allerdings keine Angaben darüber gemacht, zu welchem Teil die Einnahmen an die Konzernmutter fließen. Motorola hatte sich zu der Ausgliederung des Halbleitergeschäfts in ein getrenntes Unternehmen entschieden, um sich im Kerngeschäft Mobiltelefone stärker auf den Wettbewerb mit Branchenprimus Nokia konzentrieren zu können.

Der Mitteilung zufolge wird Motorola alle Stammaktien von SPS Spinco halten, die nicht am Markt verkauft werden. Details wie die Zahl der ausgegebenen Aktien sowie die erwartete Preisfindungsspanne werden voraussichtlich in weiteren Mitteilungen angegeben.

Motorola hatte die Ausgliederung von SPS Spinco, die sich noch vor dem Börsendebüt umbenennen will, Anfang Oktober angekündigt. Erst zwei Wochen zuvor hatte Konzernchef Christopher Galvin, Enkel des Firmengründers Peter Galvin, nach einem Streit im Management über die künftige Strategie des Unternehmens seinen Rücktritt angekündigt. Der Nachfolger wurde nun am Dienstag bekannt gegeben. Mit Edward Zander, einem ehemaligen Spitzenmanager des Computerherstellers Sun Microsystems, rückt erstmals ein Manager an die Konzernspitze, der nicht der Gründerfamilie Galvin angehört.

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