Zwei Prozent schwächere Bruttogewinnmarge
Analysten erwarten weitere Schwierigkeiten für Intel

Wegen einer schwachen Nachfrage hat der weltgrößte Chip-Hersteller Intel sein Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Quartal nach unten korrigiert.

HB SANTA CLARA. Zur Begründung verwies das Unternehmen am Donnerstag auf eine zurückhaltende Nachfrage für PC-Chips sowie ein unerwartet geringes Wachstum bei Flash-Memory-Chips, die zum Beispiel in Mobiltelefonen eingesetzt werden. Im laufenden Quartal werden Intel zufolge die Lagerbestände für diese Chips ansteigen. Hier drohen Abschreibungen. Die Intel-Aktie geriet im nachbörslichen Handel unter Druck und verlor in der Spitze mehr als 8%.

Intel hat in ihrem Update zur Mitte des laufenden Quartals mitgeteilt, sie erwarte nun einen Umsatz zwischen 8,3 Mrd und 8,6 Mrd. Dollar. Mitte Juli hatte das Unternehmen noch einen Umsatz zwischen 8,6 Mrd. und 9,2 Mrd. Dollar avisiert. Die Erwartung für die Bruttomarge im Quartal wurde auf 58% von bislang 60% gesenkt, die Jahresprognose auf 58% bis 60% von bislang rund 60% gesenkt. Angesichts einer weltweit schwachen Nachfrage nach Mobiltelefonen erwartet Intel zudem einen Anstieg der Lagerbestände zwischen 100 Mio und 150 Mill. Dollar. Um einer drohenden Abschreibung hierauf zu begegnen, wird Intel ihrem Finanzvorstand Andy Bryant zufolge Rückstellungen bilden.

Zur Höhe dieser Rückstellungen machte Bryant keine Angaben. Ursprünglich hatte Intel gehofft, ihre Lagerbestände im dritten Quartal zu senken. Die schwache Nachfrage von Privatkunden nach PC habe ebenfalls die Umsätze belastet, hieß es weiter. Allerdings habe die Schwäche in den vergangenen Wochen abgenommen. Intel hatte in der vergangenen Woche ihre Preise für PC-Chips gesenkt. Der Markt habe hierauf bislang aber lustlos reagiert, so Bryant weiter.

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